Anpassungen bei den Schweizer Leitindizes
Geldanlagen
Die Schweizer Börse SIX ändert am Montag die Titelzusammenstellung bei mehreren Indizes. Das ist nicht ungewöhnlich, für einige Anleger aber dennoch relevant.
Christian Huber
Funktion Leiter Aktienresearch
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16. September 2026
Am kommenden Montag werden bei den Schweizer Aktienindizes die jährlichen Anpassungen vorgenommen. Aktienindizes wie der SMI oder der SLI sind keine fixen Gebilde, deren Zusammensetzung auf ewig Bestand hat.
Im Gegenteil: Jährlich wird überprüft, ob die enthaltenen Titel noch die Aufnahmekriterien erfüllen. Umgesetzt werden die Anfang Juli beschlossenen Anpassungen dann jeweils auf den dritten Freitag im September nach Handelsschluss.
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Ab dem 21. September werden die Aktien der Swisscom und des Logistikkonzerns Kühne+Nagel nicht mehr im SMI vertreten sein. Gleichzeitig werden die beiden Pharmaunternehmen Galderma und Sandoz neu im wichtigsten Schweizer Börsenbarometer aufgenommen. Damit steigt das Gewicht des bereits mit rund 40 Prozent im SMI vertretenen Gesundheitssektors weiter an.
Auch beim SMIM Index, der aus den 30 grössten Schweizer Aktien besteht, die unmittelbar hinter den SMI-Titeln rangieren, gab es Veränderungen. Nebst den SMI-Absteigern Swisscom und Kühne+Nagel wurde DSM-Firmenich neu im Index aufgenommen. Den SMIM verlassen müssen die SMI-Aufsteiger Galderma und Sandoz sowie Clariant.
Neben diesen regelmässigen Indexanpassungen gibt es hin und wieder auch ausserplanmässige Änderungen - wie im vergangenen Jahr, als Amrize von Holcim abgespalten wurde. Weitere Anpassungen können zum Beispiel auch bei Firmenzusammenschlüssen oder bei Übernahmen zustande kommen.
Die Aufnahme einer Aktie in einen renommierten Index führt zu einer stärkeren medialen Präsenz, was wiederum den Kreis der möglichen Anleger erweitert. Wenn mehr Investoren die Aktie handeln, steigt auch die Liquidität des Titels.
Damit sinkt das Liquiditätsrisiko. Dies stellt insbesondere für institutionelle Anleger, welche voluminöse Portfolioumschichtungen durchführen, einen bedeutenden Vorteil dar.
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Zudem sind solche Indexanpassungen auch für passive Anlageprodukte, wie ETF, relevant. Denn diese haben zum Ziel, einen Index eins zu eins abzubilden. Ändert sich der Indexkorb, sind ETF-Anbieter unter Zugzwang: sie müssen die neuen Indexmitglieder kaufen und die ausscheidenden Aktien verkaufen. Deswegen sind in den Tagen um die Indexänderungen herum in der Regel höhere Handelsvolumen in den betroffenen Aktien festzustellen.
Kurz gesagt: Eine Indexaufnahme bzw. ein Indexausschluss kann das Risikoprofil einer Aktie beeinflussen. Das muss aber natürlich nicht immer und überall gelten.
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