Pensionierung

Vermögensverzehrrechner

Wie lange können Sie nach Ihrer Pensionierung von Ihrem Vermögen leben? Unser Rechner liefert Ihnen die Antwort – abhängig vom Startkapital und jährlichem Kapitalbedarf, von der erwarteten Anlagerendite und Inflation.

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Häufige Fragen zum Thema Vermögensverzehr

  • Was versteht man unter "Vermögensverzehr"?

    Unter Vermögensverzehr versteht man das gezielte und schrittweise Aufbrauchen des eigenen Vermögens, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Ihr Vermögen wird im Laufe der Zeit also kleiner, weil Sie in der Regel mehr Geld entnehmen, als das noch vorhandene Kapital an Zinsen bzw. Rendite abwirft.

  • Warum ist ein Vermögensverzehr nach der Pensionierung oft sinnvoll?

    Häufig decken die Renten aus AHV und Pensionskasse nach der Pensionierung nur etwa 50 bis 60 Prozent des letzten Bruttoeinkommens ab. Um den gewohnten Lebensstandard zu halten, braucht es häufig bis zu 90 Prozent. Durch das Aufbrauchen von Ersparnissen, wie beispielsweise ausbezahlte Guthaben aus der Pensionskasse, der Säule 3a oder aus Lebensversicherungen, kann die Einkommenslücke im Idealfall geschlossen werden.

  • Wann sollte ich mich mit dem Thema Vermögensverzehr beschäftigen?

    Am besten verschaffen Sie sich spätestens 10 bis 15 Jahre vor Ihrer Pensionierung eine Übersicht über alle erwarteten Ausgaben und Einnahmen im Ruhestand. Wer erst kurz vor der Pensionierung merkt, dass der gewünschte Lebensstil nicht finanzierbar ist, hat in der Regel auch nicht mehr genug Zeit, um ausreichend Kapital anzusparen.

  • Wie finde ich heraus, wie viel Geld ich jährlich entnehmen muss?

    Mit einer Budgetplanung ermitteln Sie Ihre voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben nach der Pensionierung. Sind die Ausgaben grösser als die Einnahmen, müssen Sie diese Einkommenslücke mit einem Vermögensverzehr decken.

  • Wie lange sollte mein Vermögen reichen?

    Die statistische Lebenserwartung gibt einen Anhaltspunkt dafür, wie lange das Vermögen reichen sollte. Ein 65-jähriger Mann kann heute im Durchschnitt mit 20 Lebensjahren rechnen. Gleichaltrige Frauen leben durchschnittlich etwa drei Jahre länger.

  • Soll ich mein Vermögen gleichmässig oder flexibel beziehen?

    Beides ist möglich. Ein gleichmässiger Bezug sorgt für Planungssicherheit, während ein flexibler Vermögensverzehr an veränderte Bedürfnisse angepasst werden kann. Schwankt Ihr Kapitalbedarf stärker, empfiehlt sich ein Finanzplan. Er zeigt auf, wie sich Ihr Einkommen und Vermögen im Laufe der Zeit entwickeln.

  • Welchen Einfluss hat die Inflation?

    Die Inflation verringert die Kaufkraft des Gelds und führt bei gleichbleibenden Bezügen dazu, dass das reale Vermögen schneller aufgebraucht ist. Zwar betrug die durchschnittliche jährliche Inflation in den letzten 30 Jahren (1996 bis 2025) in der Schweiz nur etwa 0,6 bis 0,7 Prozent. In den 1970er-Jahren schnellte sie aber auf fast 10 Prozent hoch. Auch zwischen 1980 und 1990 gab es Phasen mit erhöhter Teuerung.

    Die Inflation kann den Vermögensverzehr langfristig massiv beeinflussen. Dazu ein Rechenbeispiel: Wer heute 5000 Franken im Monat ausgibt, braucht bei einer jährlichen Inflation von 2 Prozent in zehn Jahren bereits 6100 Franken, um den gewohnten Lebensstandard beizubehalten, in 20 Jahren fast 7500 Franken.

  • Welchen Einfluss hat die Anlagestrategie auf den Vermögensverzehr?

    Die Anlagestrategie entscheidet massgeblich darüber, wie lange ein Vermögen reicht. Von der Anlagestrategie hängt ab, welche Rendite das Vermögen abwirft, das noch nicht aufgebraucht wurde. Für Pensionierte empfiehlt sich eine Anlagestrategie nach dem Vorbild einer Pensionskasse.

  • Wie organisiere ich mein Vermögen für den Verzehr am besten?

    Bewährt hat sich eine Etappenstrategie, bei der das Vermögen in einen Verzehrs- und einen Wachstumsteil aufgeteilt wird. In den Verbrauchsteil fliesst der Betrag, der den Einkommensbedarf in der ersten Etappe von zehn Jahren deckt. Dieses Geld wird ausschliesslich kurzfristig investiert, z.B. in Sparkonten, Festgelder oder Franken-Obligationen, und sukzessive aufgebraucht.

    Der Rest fliesst in den Wachstumsteil, der das Einkommen für die nächste Zehnjahres-Etappe bzw. bis ans Lebensende sichert. Ein Teil des Wachstumskapitals kann in risikoreichere Anlagen wie Aktien investiert werden, weil das Geld erst nach zehn Jahren benötigt wird. Aktien versprechen langfristig eine deutlich höhere Rendite. Wer in der Vergangenheit mindestens zehn Jahre in ein breit diversifiziertes Aktienportfolio investierte, verlor damit nur sehr selten Geld.

  • Kann ich auch Vermögen verzehren, das in einer Immobilie steckt?

    Für Pensionierte, deren Vermögen grösstenteils im Eigenheim gebunden ist, kann eine Immobilienrente die richtige Lösung sein. Mit der Immo-Rente können Sie Ihr Einkommen aufbessern, ohne dafür Ihr Haus oder Ihre Wohnung verkaufen zu müssen.