Frühpensionierung: So sparen Sie AHV-Beiträge

Frühpensionierte müssen weiterhin Geld in die AHV einzahlen. Diese Beiträge können ein Loch ins Haushaltbudget reissen.

Männer müssen bis 65 in die AHV einzahlen, Frauen bis 64. Das ist auch der Fall, wenn sie früher in Pension gehen und bereits eine AHV-Rente erhalten. Die AHV wendet dann den Tarif für Nichterwerbstätige an; dieser richtet sich nach dem steuerbaren Vermögen und dem jährlichen Renteneinkommen. Die AHV-Beiträge können so bis zu 24'100 Franken pro Jahr und Person ausmachen. Je nach Ausgleichskasse kommen bis zu 5 Prozent Verwaltungskosten dazu. Es lohnt sich also zu prüfen, wie sich diese Kosten senken lassen. Nichterwerbstätige müssen zum Beispiel keine AHV-Beiträge zahlen, wenn ihr Ehepartner als erwerbstätig im Sinne der AHV gilt und zusammen mit seinem Arbeitgeber mindestens 964 Franken pro Jahr in die AHV einzahlt.

So spart ein Ehepaar fast 5000 Franken AHV pro Jahr

Diese Regel können sich Ehepaare zunutze machen: Wenn einer der beiden Partner ein Teilzeitpensum beibehält, kann er unter Umständen seine eigenen AHV-Beiträge senken und seinen Partner von der Beitragspflicht entbinden. Ein Beispiel: Ein frühpensioniertes Ehepaar verfügt über 800'000 Franken Vermögen und bezieht 110'000 Franken Rente pro Jahr. Für die Berechnung der Beiträge multipliziert die AHV die jährliche Rente mit dem Faktor 20 und zählt das Resultat mit den 800'000 Franken Vermögen zusammen.

Das ergibt in diesem Beispiel 3 Millionen Franken. Der AHV-Beitrag pro Person berechnet sich auf der Hälfte davon, also auf 1,5 Millionen Franken, was einen Jahresbeitrag von 2973 Franken ergibt (siehe Grafik oben rechts). Zusammen bezahlen diese beiden Frühpensionierten also 5946 Franken in die AHV ein. Angenommen, die Ehefrau arbeitet 30 Prozent und erhält dafür 24'000 Franken Lohn pro Jahr. Die AHV Beiträge inklusive Arbeitgeberbeiträge betragen 10,25 Prozent des Lohnes, also 2460 Franken.

Weil dieser Betrag die Hälfte der Beiträge übersteigt, die sie als Nichterwerbstätige bezahlen müsste (50 Prozent von 2973 Franken), gilt sie als erwerbstätig. Ihre Beitragspflicht ist damit erfüllt, und auch ihr Ehemann muss nichts mehr bezahlen, weil ihre Beiträge 964 Franken übersteigen. Das Ehepaar zahlt also nur die 1230 Franken ein, die der Ehefrau vom Lohn abgezogen werden, die andere Hälfte zahlt ihr Arbeitgeber. Dank dem Teilzeitpensum der Ehefrau reduziert sich die gemeinsame Last von 5946 Franken auf 1230 Franken. Die Ersparnis beträgt also 4716 Franken pro Jahr.

Melden Sie den Bezug Ihrer Rente frühzeitig an

Die AHV fordert Sie nicht automatisch dazu auf, AHV-Beiträge zu zahlen. Wenn Sie früher in Pension gehen, müssen Sie sich bei der für Sie zuständigen Zweigstelle als nichterwerbstätig anmelden. Sonst riskieren Sie eine Beitragslücke, die Ihre Altersrente vermindern kann. Spätestens wenn Sie den Bezug der Rente anmelden, wird die AHV das Versäumnis feststellen und die Beiträge der letzten fünf Jahre nachfordern – und zwar samt Verzugszins.

AHV-Beiträge für Nichterwerbstätige
Anmerkung: Je nach Ausgleichskasse kommen bis zu 5 Prozent Verwaltungskosten dazu; alle Angaben in Franken
AHV-Beiträge für Nichterwerbstätige

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