Geldanlagen

Die Marktlage per 17.1.2022

Aktuelle Marktsituation

  • Zinssenkungen der chinesischen Zentralbank und ein eher ernüchternder Start in die Gewinnsaison führen heute zu gemischten Kursbewegungen in Asien. Europas Börsen dürften heute gehalten oder geringfügig höher eröffnen. Der amerikanische Markt bleibt aufgrund des Feiertages „Martin Luther King Day“ heute geschlossen.
  • Die Ölpreise treten nach dem Anstieg vom Freitag in eine ruhigere Phase ein. WTI notiert zu ca. 84 Dollar pro Fass, die Nordsee-Sorte Brent liegt bei etwas über 86 Dollar.
  • Die Rendite des zehnjährigen US-Treasuries näherte sich am Freitag mit 1.78 Prozent wieder den Höchstwerten vom letzten Montag an. Da heute in den USA kein Handel stattfindet, wird auch an anderen Handelsplätzen eine eher zurückhaltende Aktivität erwartet.

Wichtigste neue Treiber

  • António Horta-Osório tritt per sofort als VR-Präsident der Credit Suisse zurück. Auslöser waren verschiedene Verstösse gegen Quarantäne-Massnahmen. Sein Nachfolger wird der ehemalige UBS-Banker Axel Lehmann, der seit Oktober 2021 im CS-Verwaltungsrat ist. 
  • Die Basler Ökonomen von BAK Economics schätzen, dass sich das Schweizer BIP im Jahr 2021 besser entwickelt hat, als bisher vermutet. Die jüngsten Daten aus Industrie und Arbeitsmarkt deuteten zum Jahresausklang auf mehr Schwung hin. So gehen die Experten nun von einem Wirtschaftswachstum von 3.4 Prozent fürs 2021 aus und erwarten für das laufende Jahr weiterhin einen Anstieg von 2.9 Prozent (beides Sportevent-bereinigt). 
  • Chinas Wirtschaft überrascht im vierten Quartal 2021 mit einem kräftigen Wachstum von 4 Prozent. Erwartet wurde deutlich weniger. Im Gesamtjahr 2021 wuchs China um 8.1 Prozent. Mit dem Auftauchen der Omikron-Variante kurz vor den Olympischen Spielen, dürfte es aber in den kommenden Monaten wesentlich weniger Wachstumsdynamik geben.
  • Einige der grossen US-Finanzhäuser haben am Freitag den Auftakt zur Gewinnsaison für das vierte Quartal gegeben. Ihre Ergebnisse konnten jedoch teilweise die Erwartungen nicht erfüllen. JPMorgan wies einen unerwartet starken Rückgang im Handelsgeschäft aus und warnte vor anhaltenden Inflationsrisiken. Auch die Handelserträge von Citigroup enttäuschten. Etwas besser lief es für Wells Fargo: Die Nachfrage nach Darlehen nahm zu. Der weltgrösste Vermögensverwalter, BlackRock, konnte dank hohen Zuflüssen in ETF, seine verwalteten Gelder auf über zehn Billionen US-Dollar erhöhen. Goldman Sachs will zusätzliche Sonderboni an rund 400 seiner Top-Kaderleute ausschütten. 

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Wichtige Entwicklungen und nächste Events

  • Eine Sprecherin des Weissen Hauses hat Russland vorgeworfen, dass gezielte Agenten-Operationen im Osten der Ukraine durchgeführt würden, um Provokationen zu fabrizieren und dadurch einen Vorwand für einen Einmarsch zu schaffen. Der Kreml bezeichnete die Aussagen als falsche Anschuldigungen und als Lügenverbreitung. Russland forderte erneut schriftliche Antworten der USA auf Russlands Sicherheitsbedenken bezüglich der NATO-Osterweiterung. 
  • Die „Partygate“-Affäre setzt Boris Johnson mittlerweile mächtig unter Druck. Die Vorwürfe und Rücktrittsforderungen häufen sich und stammen nicht mehr nur von der Opposition, sondern auch Vertreter von Johnsons Tory-Partei sprechen vom „Verlust der moralischen Autorität, das Land zu führen“. 

Stand 07:55 Uhr