Heute im Fokus: Kühne+Nagel, Geberit

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

vor 2 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 09.55 Uhr):

KÜHNE+NAGEL (+4,8% auf 226,10 Fr.): Amazon beflügelt doppelt

Die intensivierte Partnerschaft mit dem Online-Riesen Amazon beflügelt den Kühne+Nagel-Kurs. Die potenziellen zusätzlichen Milliarden-Umsätze sind naturgemäss "good news", zumal sie zunächst im margenstarken Datacenter-Bereich anfallen sollen. Laut Börsianern hat der Deal aber wohl noch einen weiteren positiven Effekt. Es sei wahrscheinlich, dass Amazon nun die eigenen Logistiker-Ambitionen weniger forciere. Die Ankündigung der Pläne, das eigene Netzwerk externen Firmen zur Verfügung zu stellen, hatte im Frühling den Kühne+Nagel-Kurs zeitweise stark belastet. "Daran kann Amazon nun kein Interesse mehr haben, da sich das Unternehmen ja an Kühne+Nagel beteiligen will", so ein Marktteilnehmer.

GEBERIT (-0,8% auf 534,60 Fr.): Negatives Branchensignal

Die Aktien des Sanitärtechnikkonzerns Geberit sind mit Abgaben in die neue Woche gestartet und tragen am Montag die rote Laterne im vorrückenden SMI. Für Gegenwind sorgt eine Gewinnwarnung von Villeroy & Boch vom Freitagabend. Der deutsche Sanitärkonzern hatte wegen einer schwächeren Umsatzentwicklung im dritten Quartal seine Jahresprognose gesenkt. Neu erwartet das Unternehmen 2026 einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich, nachdem zuvor ein Rückgang im mittleren bis hohen einstelligen Bereich in Aussicht gestellt worden war. Allerdings weist die UBS darauf hin, dass die Geschäftsentwicklung von Villeroy & Boch und Geberit in der Vergangenheit nur begrenzt korreliert habe. Geberit selbst ist nämlich deutlich schneller unterwegs. Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz organisch um 5,9 Prozent und für das Gesamtjahr wird ein organisches Wachstum zwischen 5 und 6 Prozent angepeilt. Die schwachen Vorgaben aus Deutschland könnten am Markt aber als Hinweis verstanden werden, dass Geberit eher am unteren Ende dieser Spanne landen dürfte.

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rw/an/hr