Heute im Fokus: Roche, DKSH

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

vor 3 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 09.50 Uhr):

ROCHE PS (+1,6% auf 386,00 Fr.): Hochstufung verleiht weiteren Schub

Die Roche-PS erhalten am Dienstag weiteren Rückenwind von Analystenseite. So vollzieht Oddo BHF eine bemerkenswerte Kehrtwende und stuft die Titel gleich um zwei Stufen von "Underperform" auf "Outperform" hoch. Das Kursziel wird gleichzeitig deutlich von 300 auf 440 Franken angehoben. Das Wachstumspotenzial von Roche werde an der Börse noch immer unterschätzt, heisst es zur Begründung. Die Experten verweisen auf die breite Medikamentenpipeline, ein erwartetes jährliches Gewinnwachstum von 7 Prozent bis 2031 und vergleichsweise geringe Patentrisiken. Während bei Roche bis 2032 weniger als 30 Prozent der heutigen Umsätze durch Generika und Biosimilars gefährdet seien, liege dieser Anteil beim Rivalen Novartis bei über 70 Prozent. Auch an der Börse hat Roche mittlerweile die Nase vorn: Dank der jüngsten Oktober-Rally haben die Titel Novartis bei der Jahresperformance überholt. Seit Anfang Jahr steht bei Roche ein Plus von rund 16 Prozent zu Buche, bei Novartis sind es 13 Prozent.

DKSH (+2,5% auf 73,80 Fr.): Neues Hoch - und weiter?

Seit dem Tief vor etwas über einem Jahr geht es für DKSH stetig nach oben. Mittlerweile haben die Titel des Marktexpansionsdienstleisters das Hoch vom März 2025 hinter sich gelassen und rangieren auf dem Niveau von Anfang 2023. Zahlreiche Vertriebspartnerschaften wurden zuletzt immer wieder verbucht und nun folgt mit der Übernahme von Newbridge mit Sitz in Dubai die Expansion im Nahen Osten und Nordafrika. In einer ersten Analyse reagiert Kepler Cheuvreux direkt positiv auf den Zukauf und erhöht das Kursziel auf 80 Franken. Der Vermarkter von Medikamenten für seltene und komplexe Erkrankungen wachse schneller und sei profitabler als das bestehende Gesundheitsgeschäft von DKSH, so der Analyst. Auch die UBS kann sich mit der grössten Transaktion seit vier Jahren anfreunden und rät unverändert zum Kauf, die ZKB spricht von einem wichtigen Meilenstein. Zudem scheint die Fahnenstange für DKSH in diesem Bereich noch nicht erreicht, denn laut CEO Stefan Butz hält das Unternehmen "für das Healthcare-Geschäft auch in anderen Schwellenmärkten Ausschau nach möglichen Übernahmezielen, beispielsweise in Osteuropa." Finanzieller Spielraum ist gemäss Finanzchef Ivo Wallach vorhanden.

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an/dm/uh