Geldanlagen

Tipps zur Aufgabe von Börsenaufträgen

Sämtliche Börsenaufträge müssen zwingend mit folgenden Angaben versehen sein. Nur so können wir Ihre Aufträge reibungslos und ohne Zeitverzögerung abwickeln und zeitaufwändige Rückfragen vermeiden.

Stückzahl oder Nominalwert

Beteiligungspapiere (Aktien/Partizipationsscheine/Genussscheine) und Fondsanteile: Gewünschte Stückzahl angeben.

Gläubigerpapiere (z.B. Obligationen) und gewisse Strukturierte Produkte: gewünschten Nominalwert angeben. Beachten Sie bei der Angabe des Nominalwertes die Stückelung des jeweiligen Titels. Stückelungen betragen in der Regel 1000 oder 5000 Währungseinheiten oder ein Vielfaches davon.

Valoren-Nummer oder ISIN und Titelbezeichnung

Die Angabe einer Valoren-Nummer oder ISIN (International Securities Identification Number) ist wichtig für die eindeutige Identifikation einer Wertschrift. Die Valoren-Nummer wird nur in der Schweiz verwendet, die ISIN hingegen ist eine weltweit verwendete Bezeichnung.

Um Fehler oder Missverständnisse gänzlich auszuschliessen, ist zusätzlich eine genaue Titelbezeichnung in Worten nötig. Am folgenden Beispiel soll die Wichtigkeit der genauen Identifikation einer Wertschrift aufgezeigt werden:

Titelwährung

Viele Wertschriften sind an mehreren Börsen in verschiedenen Ländern kotiert und werden in der jeweiligen Landeswährung gehandelt. Deshalb ist die Angabe der gewünschten Titelwährung wichtig.

Auftragsart und Gültigkeitsdauer

Die VZ Depotbank bietet die folgenden Auftragsarten an:

  • Bestens-Auftrag (Auftrag ohne Kurslimite)
  • Limitierter Auftrag (Auftrag mit Kurslimite)
  • Bedingter Auftrag (Stop-Loss und Stop-Buy)

Bestens Auftrag

Bei einem Bestens-Auftrag legt der Käufer oder Verkäufer keine Kurslimite fest. Der Auftrag wird zum nächst möglichen Kurs ausgeführt. Diese Auftragsart sollte nur bei sehr liquiden Titeln gewählt werden.

Kursverlauf mit Hinweis auf sofortige Ausführung eines Auftrags zum Marktpreis.

Limitierter Auftrag

Bei einem limitierten Auftrag legt der Käufer oder Verkäufer eine Kurslimite fest, zu der er kaufen oder verkaufen will. Der Auftrag wird nur zum festgelegten Kurs ausgeführt.

Bitte beachten Sie, dass es bei limitierten Aufträgen zu so genannten Teilausführungen kommen kann. Teilausführungen am gleichen Börsentag werden nur einmal verrechnet. Erstrecken sich die Teilausführungen über mehrere Tage, werden einmal pro Tag Transaktionsgebühren verrechnet.

Grafik zeigt Kursverlauf mit markierter Kauf- und Verkaufslimite eines limitierten Auftrags.

Auftrag Stop-Loss

Bei dieser Auftragsart handelt es sich um einen Verkaufsauftrag mit einer Kurslimite (Trigger). Sobald der Börsenkurs diese Kurslimite berührt – den Trigger auslöst –, wird der Börsenauftrag in einen Bestens-Auftrag umgewandelt und der entsprechende Titel wird zum nächst möglichen Kurs sofort verkauft.

Kursverlauf mit Auslösemarke zur Darstellung eines Stop‑Loss‑Verkaufs.

Bedingter Auftrag Stop-Buy

Bei dieser Auftragsart handelt es sich um einen Kaufauftrag mit einer Auslöselimite (Trigger). Sobald der Börsenkurs diese Auslöselimite berührt – den Trigger auslöst –, wird der Börsenauftrag in einen limitierten Auftrag umgewandelt und der entsprechende Titel wird zum nächst möglichen Kurs sofort gekauft.

Kursverlauf mit Trigger- und Kurslimite zur Veranschaulichung einer Stop‑Buy‑Order.

Stop-Limit-Order

Erreicht der Preis (zuletzt bezahlter Preis) den gesetzten Trigger, wird der Verkaufsauftrag mit der Limite aktiviert und während der Gültigkeit des Auftrags bis zur gesetzten Limite ausgeführt.

Kurve zeigt Kursverlauf mit Markierungen für Trigger- und Limitpreis eines Stop-Limit-Auftrags.

Gültigkeit

Geben Sie unabhängig von der gewählten Auftragsart immer an, bis wann der Auftrag gültig ist. Kann ein Auftrag bis zum Ablauf des Gültigkeitsdatums nicht ausgeführt werden, wird er aus dem Börsensystem gelöscht und muss bei Bedarf neu aufgegeben werden. Solange ein Auftrag nicht ausgeführt wird (auch keine Teilausführungen), fallen keine Gebühren an. Ohne Angabe eines Gültigkeitsdatums wird der Auftrag "börsengültig" aufgegeben. Er ist in diesem Fall nur während des laufenden Tages gültig und wird nach Börsenschluss gelöscht.

Abwicklungskonto

Geben Sie unter "Abwicklungskonto" jenes Konto an, auf dem die Gutschrift aus einem Verkauf oder die Belastung für einen Kauf von Wertschriften erfolgen soll. Die Angabe des gewünschten Abwicklungskontos ist vor allem dann notwendig, wenn Konten in verschiedenen Währungen (CHF/EUR/USD/GBP) zur Verfügung stehen.