Versicherungen

Rücksichtslos auf der Skipiste: Am Ende zahlt man selbst

Wer grobfahrlässig handelt, gefährdet andere und riskiert seinen Versicherungsschutz. Lesen Sie, welche Versicherungen im Winter notwendig und welche überflüssig sind.

Portrait von Tamara Riner

Tamara Riner

Funktion Versicherungsspezialistin

Publiziert am

15. Januar 2026

Jedes Jahr verletzen sich mehrere Zehntausend Personen beim Skifahren und Snowboarden. Die Skipiste ist oft hart, schnell und überfüllt. 

Viele Wintersportlerinnen und -sportler überschätzen sich oder haben ihre Ausrüstung nicht im Griff.

Gefährliches Verhalten kann zu Kollisionen führen. Die Folgen wiegen oft schwer, auch finanziell: Wird das Opfer invalid, können die Forderungen in die Millionen gehen. Ohne Versicherung haftet man mit Einkommen und Vermögen.

Tipp: Auch im Winter ist die private Haftpflicht die wichtigste freiwillige Versicherung. Sie zahlt meistens auch, wenn man eine gemietete Ausrüstung beschädigt oder verliert. Die Haftpflicht ist aber kein Freipass: Wer alkoholisiert fährt oder Regeln grob missachtet, kann vom Versicherer zur Verantwortung gezogen werden – selbst mit der Zusatzdeckung "Grobfahrlässigkeit". Halten Sie sich darum an die FIS-Regeln und die Tipps der SUVA.

Diese Deckungen sind unnötig

Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen.

Ferien

Sportferien können teuer sein. Darum sind Annullationsversicherungen beliebt. Sie erstatten Stornierungs- oder Mehrkosten, wenn man die Reise nicht antreten kann. Viele Haushalte sind aber mehrfach versichert – etwa über die Kreditkarte und eine separate Reiseversicherung. Lassen Sie darum ihre Policen prüfen und die Prämien und Leistungen vergleichen – so sparen Sie viel Geld (Tabelle).

Ausrüstung

Beim Kauf von Skiern oder Snowboards wird oft eine Skiversicherung angeboten, die Bruch und Diebstahl deckt. Dieses Geld kann man sich sparen: Ski brechen kaum, und sie werden auch selten gestohlen.

Tipp: Wer seine Skiausrüstung dennoch versichern will, nutzt am besten die Hausratversicherung und wählt dort die Zusätze "Einfacher Diebstahl auswärts" und Sportgerätekasko. Das ist günstiger. Und damit sind auch Helm, Rucksack und GoPro-Kamera gegen Diebstahl mitversichert. Der Selbstbehalt beträgt in der Regel 200 Franken.

Sie möchten bessere Leistungen für weniger Geld? Nutzen Sie den kostenlosen Versicherungs-Check. Oder bestellen Sie das kostenlose Merkblatt zum Thema und sprechen Sie mit einer Fachperson im VZ.