Geldanlagen

Neue ETF fluten den Markt und locken Anleger in die Kostenfalle

Immer mehr ETF sind nicht mehr einfach, günstig und transparent, sondern teuer und komplex. Wer ein Wertschriftendepot hat, sollte genau hinschauen.

Publiziert am

17. April 2026

Wer Exchange Traded Funds (ETF) mit einfachen und günstigen Anlageinstrumenten gleichsetzt, muss sich neu eines Besseren belehren lassen. Vermehrt kommen Anbieter von der Idee ab, einen breiten Börsenindex abzubilden und so gleich viel zu gewinnen oder zu verlieren wie der Markt.

Heute verfolgen viele ETF einen anderen Ansatz – sie gehen höhere Risiken ein und ihre Kosten nähern sich aktiv verwalteten Anlagefonds an:

  • Doppelt gehebelte, inverse ETF zum Beispiel setzen auf fallende Kurse und gewinnen doppelt so viel an Wert, wie der Index verliert – Strategien, die sonst nur mit risikoreichen Derivaten möglich sind.
  • Immer mehr ETF bilden nicht mehr nur breite Indizes ab, sondern folgen Themenstrategien oder werden aktiv verwaltet (siehe Tabelle). Was bleibt, ist der Name ETF, der weiterhin viel Vertrauen geniesst. Doch 2025 entsprach nur noch jede fünfte Lancierung dem klassischen Konzept. Bei den übrigen ETF-Neuheiten handelte es sich um teilweise deutlich teurere und auch spekulativere Varianten.

Schwierige Suche nach günstigen ETF

An der Schweizer Börse SIX werden über 2100 ETF gehandelt. Das macht die Suche nach einfachen, transparenten und günstigen ETF immer schwieriger. Beachten Sie die folgenden Punkte, wenn Sie Geld in Fonds anlegen.

  • ETF: Prüfen Sie genau, welche ETF in Ihrem Depot liegen. Sind sie überteuert? Einen Hinweis auf die Höhe der jährlich anfallenden Kosten in einem ETF liefert die Gesamtkostenquote TER. Es kann auch sein, dass die Produkte nicht zu Ihrem Risikoprofil passen oder die gewünschte Marktrendite verfehlen. Wenn Sie unsicher sind, holen Sie eine Zweitmeinung ein und lassen Sie Ihr Depot überprüfen. Sie können dafür die Depot- Check-Aktion nutzen.
  • Aktive Fonds: Viele Anleger halten weiterhin aktiv gemanagte Fonds im Portfolio. Die meisten kosten viel Geld, ohne eine Mehrrendite zu bringen. Prüfen Sie, ob Sie solche Fonds im Depot haben und welche Kosten dafür anfallen. Tiefe Gebühren sind entscheidend für den langfristig effizienten Vermögensaufbau.

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