Geldanlagen
«Cash is King» – oder etwa nicht?
Wenn die Märkte unter Druck geraten, werden viele Anleger vorsichtig. Sie ziehen ihr Geld ab, obwohl Wertschwankungen häufig miteinkalkuliert sind. Dies wirkt sich langfristig negativ auf die Rendite aus.
Funktion Anlageexperte
Beitrag empfehlen
1. April 2026
Der Irankrieg verunsichert zahlreiche Anlegerinnen und Anleger. Viele fragen sich, ob es nicht sinnvoller ist, ihr investiertes Vermögen vorübergehend abzuziehen und auf einem Zinskonto zu parkieren, bis sich die Lage beruhigt.
Das Geld auf dem Konto zu wissen, vermittelt dabei vermeintliche Sicherheit und Flexibilität, was auf den ersten Blick nachvollziehbar erscheint. Diese Einschätzung blendet jedoch einen entscheidenden Punkt aus.
Konto oder Wertschriften? So organisieren Sie Ihre Ersparnisse
Merkblatt
Wer heute in der Schweiz Geld auf seinem Konto hat, akzeptiert eine Rendite von praktisch null Prozent. Gleichzeitig bietet der Schweizer Aktienmarkt trotz aller Unsicherheiten deutlich attraktivere Aussichten. Allein die Dividendenrendite des SMI beträgt Jahr für Jahr über 2,5 Prozent, ohne dass die Kurse steigen müssen.
Hinzu kommt, dass die Schweizerische Nationalbank ihren Leitzins erst vor kurzem erneut bei 0 Prozent belassen hat. Geld auf dem Konto wird also auch weiterhin nicht verzinst. Damit verzichten Sparer auf Erträge und nehmen Kaufkraftverluste in Kauf.
Im Rückblick zeigt sich sehr klar, wie viel Geld einem dabei entgehen kann. In den vergangenen 15 Jahren erzielte ein ETF auf den Schweizer Aktienmarkt durchschnittlich eine Rendite von rund 8,9 Prozent pro Jahr.
Zum Vergleich: Sparkontolösungen kamen im selben Zeitraum auf durchschnittlich 0,2 Prozent pro Jahr.
Ein Portfolio, das breit diversifiziert ist und regelmässig überprüft wird, kann kurzfristige Marktschwankungen zwar nicht verhindern, aber deren Auswirkungen deutlich abfedern. Es verteilt Risiken auf verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit einer positiven langfristigen Wertentwicklung. Gerade in unsicheren Phasen ist dies ein entscheidender Vorteil gegenüber Kontolösungen.
Wer Geld längerfristig nicht benötigt, sollte sich weniger von kurzfristigen Schlagzeilen leiten lassen, sondern von klaren Anlagezielen und einer einfachen Strategie. Ein Blick zurück zeigt: Es sind in aller Regel nicht die Einstiegszeitpunkte, die über den Anlageerfolg entschieden haben, sondern vor allem die investierte Zeit im Markt. Je länger das Geld angelegt bleibt, desto grösser ist die Chance, zwischenzeitliche Marktschwankungen auszugleichen und vom Zinseszinseffekt zu profitieren.
Sie interessieren sich für ETF? Dann bestellen Sie jetzt das kostenlose Merkblatt. Haben Sie weitere Fragen? Vereinbaren Sie einen Termin im VZ in Ihrer Nähe.
Lernen Sie unsere Angebote kennen
-
Aktien kaufen: Das sind die wichtigsten Kennzahlen
Merkblatt
-
Erfolgreich anlegen mit Dividendenaktien
Dossier
-