Geldanlagen
Die Weltwirtschaft trotzt den geopolitischen Spannungen
Derzeit wird der Eindruck erweckt, dass das politische und wirtschaftliche Geschehen fast täglich auf ein Neues auf den Kopf gestellt wird. Doch ist das wirklich so?
Christoph Sax
Funktion Chief Investment Officer
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21. Januar 2026
Wenn man allerdings diesen (geopolitischen) Lärm ausblendet, zeigt sich ein entspannteres Bild. Die jüngsten Wirtschaftsprognosen des Internationalen Währungsfonds (IMF) zeigen, dass die Weltwirtschaft dieses Jahr etwas schneller expandieren dürfte als noch im Herbst veranschlagt (vgl. Grafik).
Neu erwartet der IMF, dass die globale Wirtschaft im laufenden Jahr um 3,3 Prozent wächst (bisher 3,1 Prozent). Dahinter verbirgt sich eine Wachstumsbeschleunigung in den USA und in einzelnen europäischen Ländern wie Deutschland.
Im Gegensatz dazu dürfte sich Spaniens Konjunktur nach Jahren des überdurchschnittlichen Wachstums etwas abschwächen. Für die Schweiz wurden keine neuen Prognosen publiziert.
Auffallend ist die erwartete Wachstumsverlangsamung in China – auch wenn sie nun etwas weniger prägnant ausfällt als befürchtet. Nach einem BIP-Wachstum von 5 Prozent im vergangenen Jahr wird für das laufende Jahr eine Zunahme von 4,5 Prozent prognostiziert. Noch im Herbst ging der IMF lediglich von einem Plus von 4,2 Prozent aus.
Die Gründe für die leicht optimistischere Sicht auf die Weltwirtschaft sind steigende Investitionen im Technologiebereich, einschliesslich künstlicher Intelligenz (KI), wobei dies in Nordamerika und Asien stärker zum Tragen kommt als in anderen Regionen.
Hinzu kommen vergleichsweise hohe Staatsausgaben und geldpolitische Unterstützung. Dies sollte den handelspolitischen Gegenwind kompensieren können.
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