Berichtssaison: Schweizer Aktien überzeugen, US-Tech gerät unter Druck
Geldanlagen
Die laufende Berichtssaison verdeutlicht die Unterschiede zwischen dem Schweizer und dem US-Aktienmarkt. Die Lage an den Börsen zeigt beispielhaft, weshalb sich eine breite Diversifikation beim Anlegen auszahlt.
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Robert Leitner
Funktion Leiter Research
28. Oktober 2026
Während Schweizer Unternehmen in der laufenden Berichtssaison positiv überraschten, gerieten in den USA vor allem Technologiewerte unter Druck. Seit Anfang Monat haben Schweizer Aktien gemessen am SPI 5 Prozent zulegen können, während der MSCI World bisher 0,2 Prozent verlor.
Der globale Index besteht zu einem grossen Teil aus US-Aktien und wird deshalb wesentlich von der Entwicklung an der Wallstreet und den Tech-Riesen geprägt. Bereits im vergangenen Quartal entwickelten sich Schweizer und globale Aktien gegenläufig (siehe Tabelle).
Zuletzt haben auch die Quartalsergebnisse ihren Teil dazu beigetragen: In der Schweiz haben mit Nestlé, Roche und Novartis alle drei Schwergewichte des SMI positiv überrascht. Die daraus folgenden Kursgewinne haben den Leitindex kräftig gestützt. In den USA zeigt sich dagegen, dass selbst gute Geschäftszahlen nicht automatisch mit Kursgewinnen honoriert werden.
Die Anleger sind selektiver geworden und reagieren empfindlicher auf Zweifel an der Rentabilität der hohen KI-Ausgaben. Die Nervosität spricht allerdings nicht grundsätzlich gegen US-Technologieaktien. Die Gewinnerwartungen der grossen IT-Unternehmen für dieses und das kommende Jahr wurden mehrheitlich angehoben.
Dieses Umfeld spricht für eine breite Diversifikation: Der US-Markt ist stärker von wachstumsorientierten Technologieunternehmen geprägt, während defensive Schwergewichte aus Gesundheit und Basiskonsum den Schweizer Markt dominieren. Gerade in unruhigen Marktphasen können sich diese Eigenschaften gut ergänzen.
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