Geldanlagen
100 Jahre S&P 500: Eine Erfolgsgeschichte der US-Aktien
Der bekannte US-Aktienindex S&P 500 feiert sein hundertjähriges Bestehen. Langfristigen Anlegern dürfte er viel Freue bereitet haben. Wie man auch heute noch davon profitieren kann.
Funktion Anlageexperte
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18. März 2026
In diesem Jahr feiert der S&P 500 Index seinen hundertsten Geburtstag. Der bekannte US-Leitindex wurde 1926 on der Standard Statistics Company als Nachfolgeindex des Composite Stock Index eingeführt. Allerdings bestand der Index damals nur aus 90 Unternehmen: 50 Industrieunternehmen, 20 Eisenbahngesellschaften und 20 Versorgungsunternehmen.
Seit der Auflegung ist der Index eine Erfolgsgeschichte. Wer vor hundert Jahren 100 US-Dollar in diesen Index investiert hätte, würde heute dank des Zinseszinseffektes über ein Vermögen im Wert von mehr als 2 Millionen Dollar verfügen. Inflationsbereinigt entspräche dies immer noch einem Gegenwert von mehr als 110'000 Dollar. Historisch gesehen liegt die durchschnittliche jährliche Rendite des S&P 500 (inklusive Reinvestition der Dividenden) bei etwa 10 Prozent.
In der heutigen Form existiert der Index seit 1957: Seither umfasst er die 500 grössten börsenkotierten Unternehmen der USA und heisst entsprechend S&P 500. Der Index steht für rund drei Viertel der gesamten Marktkapitalisierung des Landes. Für viele Anleger ist der Index deshalb zum Synonym zum US-Aktienmarkt geworden.
Gleichzeitig ist der S&P 500 der erste Index, in den man über einen Indexfonds investieren konnte. Da passive Fonds die Wertentwicklung eines Index spiegeln, sind historische Renditen und Kursschwankungen des Index wichtige Kriterien für die Auswahl von ETF und Indexfonds.
Inzwischen existieren zahlreiche Indizes auf US-Aktien. So bilden der S&P 500, der MSCI USA, der Nasdaq 100, der Russell 2000 und der S&P 500 Equal Weight unterschiedliche Segmente des US-amerikanischen Aktienmarktes ab. Die Indizes entwickelten sich über die vergangenen fünf Jahre zeitweise deutlich unterschiedlich.
Zwischen März 2021 und März 2026 stiegen der S&P 500 und der MSCI USA in Franken gerechnet um rund 50 Prozent. Der NASDAQ 100 konnte um rund 70 Prozent zulegen, während der S&P 500 Equal Weight lediglich um rund 30 Prozent anstieg und der Russell 2000 gar leichte Verluste erlitt.
Grund für die abweichende Entwicklung ist die unterschiedliche Zusammensetzung der Indizes. Anleger sollten sich deshalb zuerst für einen bestimmten Index entscheiden, bevor sie einen ETF oder Indexfonds auswählen. Viele Indizes gewichten die Titel entsprechend ihrem Börsenwert. Mit passiven Fonds auf solche Indizes nehmen die Anleger ein nicht zu unterschätzendes Klumpenrisiko in Kauf.
So etwa beim S&P 500: Er umfasst die Aktien der rund 500 grössten US-Unternehmen. Die zehn grössten Gewichtungen, wozu Unternehmen wie Nvidia, Apple und Microsoft gehören, machen wegen ihres grossen Börsenwerts rund 45 Prozent des Indexes aus.
Ähnlich ist der MSCI USA aufgebaut. Auch im Technologieindex Nasdaq 100 fallen rund 45 Prozent auf die zehn grössten Konzerne, obwohl der Index mit 100 Titeln bedeutend weniger Unternehmen abdeckt. Daher kann von der Vielzahl der Titel nicht zwingend auf eine bessere Diversifikation geschlossen werden.
Anders sieht es beim Russell 2000 aus, der aus knapp 2000 kleinkapitalisierten Aktien besteht. Die grössten zehn Titel weisen ein Gewicht von rund sechs Prozent auf. Hier sind die Grossunternehmen vollständig ausgeschlossen.
Der S&P 500 Equal Weight hingegen gewichtet die Titel aus dem S&P 500 gleich. Entsprechend machen die zehn grössten Titel ein Gewicht von lediglich rund 3 Prozent aus. Die Titel der Grossunternehmen haben dadurch deutlich weniger Einfluss auf die Entwicklung des Indexes. Die Kursrisiken verteilen sich gleichmässiger auf die einzelnen Titel.
Wer grundsätzlich in den US-Aktienmarkt investieren will, fährt mit einem ETF auf den S&P 500 jedoch meist gut. Die Unternehmen sind gross, liquide und international tätig, was den Fonds kostengünstig und effizient macht. Je nach Bedarf kann es sinnvoll sein, die Währung abzusichern oder den Fokus auf eine gleichmässigere Gewichtung zu legen.
Wichtig bleibt stets eine ausgewogene Diversifikation über unterschiedliche Währungen, Branchen und Länder. Zudem sollten die im Index enthaltenen Titel einfach handelbar sein und über eine hohe Liquidität verfügen. Das ermöglicht dem Fonds, die notwendigen Titel kostengünstig zu kaufen und zu verkaufen.
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