Quellensteuern bei Wohnsitz im Ausland

Wer im Ausland wohnt, wenn er Geld aus der zweiten Säule oder aus der Säule 3a bezieht, zahlt eine Quellensteuer anstelle der Kapitalsteuer.

Die Quellensteuertarife sind in einigen Kantonen tiefer als diejenigen der Kapitalsteuer. Massgebend sind jedoch nicht die Steuersätze am Wohnort des Kapitalbezügers. Den Ausschlag gibt der rechtliche Sitz der Vorsorge- oder Freizügigkeitsstiftung, bei der diese Guthaben deponiert sind.

Wenn die Schweiz ein Doppelbesteuerungsabkommen mit dem betreffenden Land abgeschlossen hat, kann man die Quellensteuer im neuen Wohnsitzland zurückfordern. Dadurch erhalten die Steuerbehörden im neuen Wohnsitzstaat natürlich Kenntnis von diesen Vermögenswerten.  

Wenn Sie die Quellensteuer nicht zurückfordern können oder wollen, sollten Sie Ihre Vorsorgeguthaben zu einer Freizügigkeits- oder Vorsorgestiftung mit Sitz in einem Kanton mit niedrigen Quellensteuern transferieren und sie erst dann beziehen. Aber aufgepasst: Einige Stiftungen erheben Gebühren von mehreren hundert Franken, wenn das Kapital nur kurze Zeit bei ihnen parkiert ist.

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