Indirekte Amortisation ist vorteilhaft

Aus steuerlichen Gründen ist die indirekte Amortisation deutlich attraktiver als die direkte.

Bei der direkten Amortisation zahlen Hausbesitzer ihre Schuld in jährlichen Raten ab. Damit werden die Hypothekarschuld und die Zinsbelastung regelmässig kleiner. Allerdings nehmen dadurch auch die Schuldzinsen ab, die man vom steuerbaren Einkommen abziehen darf. In der Folge steigen die Einkommenssteuern.

Diese Art der Amortisation empfiehlt sich nur für Hausbesitzer, die unter der hohen Schuldenlast leiden und ihre Zinsbelastung unter allen Umständen so schnell wie möglich reduzieren möchten.

Aus steuerlichen Gründen ist die indirekte Amortisation deutlich besser. Hypothekarnehmer zahlen ihre jährliche Amortisation auf ein Säule-3a-Konto, das der Bank als Sicherheit und Pfand dient.

Vergleichsrechnung: Direkte Amortisation versus indirekte Amortisation via Säule 3a
Beispiel: Hypothek von 100'000 Fr. im 1. Rang; Amortisationsdauer 20 Jahre; Amortisation bzw. 3a-Einzahlungen von 5000 Fr. jeweils am Jahresende; Grenzsteuersatz 33 %; Hypothekarzins 2,5 %; Zinssatz 3a-Konto 1,5 %.
Vergleichsrechnung: Direkte Amortisation versus indirekte Amortisation via Säule 3a

Das hat zwei Vorteile: Der Hypothekarnehmer darf seine Einzahlungen in die dritte Säule vom steuerbaren Einkommen abziehen. Gleichzeitig nehmen die Hypothekarzinsen im Gegensatz zur direkten Amortisation nicht ab und lassen sich ebenfalls steuerlich abziehen.

Einzahlungen in die Säule 3a sind begrenzt. 2019 beträgt der Maximalbetrag für Erwerbstätige mit Pensionskasse 6826 Franken. Wer mehr amortisieren möchte oder von der Bank dazu verpflichtet ist, sollte Einkäufe in die Pensionskasse prüfen.

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