Immobilien

Eigenheim bauen – die Risiken nehmen zu

Die Preise vieler Rohstoffe sind kräftig gestiegen, und Baufirmen haben Mühe, alle Materialien rechtzeitig zu beschaffen. Wer jetzt baut, muss noch besser planen.

James Kuhn

Hypothekarexperte

Auf vielen Baustellen geht es zurzeit nur schleppend voran. Lieferengpässe führen dazu, dass Holz, Stahl, Dämm-Material und Haushaltsgeräte fehlen. Und wegen der Pandemie fallen ganze Bauteams zeitweise aus. Das spüren alle, die heute bauen: Sie müssen mit Verzögerungen und Preisaufschlägen rechnen.

Beim Hausbau werden die Kosten schnell einmal um 5 bis 10 Prozent überschritten. Die zusätzliche Belastung kann Bauherren an ihre finanzielle Grenze bringen, und auch die Planung gerät durcheinander. Arbeiten müssen zurückgestellt und Baukredite verlängert werden – so wird das Eigenheim noch teurer.

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Tipp: Ihr Bau steht kurz vor dem Start? Rechnen Sie bei der Bauzeit und den Finanzen mit Reserven. Wählen Sie Handwerker nicht allein nach dem Preis aus, sondern achten Sie auf Qualität, Referenzen und Bonität. Und wenn Sie schon am Bauen sind, sollten Sie Ihre Architekten und Planer rechtzeitig in die Pflicht nehmen. Prüfen Sie monatlich, ob das Budget mit allen Reserven immer noch passt, und ob Sie auf andere Baustoffe oder Geräte ausweichen können.

Zudem macht es sich meistens bezahlt, wenn Sie einen unabhängigen Bauherrenberater beiziehen. Das gilt auch, wenn Sie mit einem Generalunternehmer (GU) zusammenarbeiten. Es kommt immer wieder vor, dass GU Konkurs gehen. Bleiben Zahlungen beim GU hängen, weil er zahlungsunfähig wird, können geprellte Handwerker ein Pfandrecht geltend machen. Dann bezahlen Sie Rechnungen unter Umständen doppelt. Wichtig sind darum zusätzliche Absicherungen wie eine Erfüllungsgarantie, eine GU-Erklärung der Bank sowie Einblick in den Zahlungsverkehr des GU.

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