Versicherungen

"Courtagen sind heikel und intransparent"

Werner Rüedi Chefredaktor der "Schweizer Versicherung" spricht über die Interessenkonflikte von Versicherungsbrokern.

Herr Rüedi, Vermittler von Versicherungen stehen seit Jahren in der Kritik. Warum?

Ein Versicherungsbroker erhält für die Vermittlung von Produkten eine Provision oder Courtage. Doch das ist heikel, weil es zu Interessenkonflikten führen kann.

Was heisst das für KMU?

KMU bekommen nicht unbedingt die Lösung, die am besten passt, sondern jene, die dem Vermittler die höchste Courtage einbringt. Das ist intransparent und verursacht unnötige Kosten. Besonders störend sind wiederkehrende Entschädigungen, die während der gesamten Laufzeit eines Vertrags anfallen.

Gibt es Alternativen?

Man muss verstehen, dass eine gute Beratung ihren Preis hat. Und diesen Preis muss man aushandeln. Ein KMU kann eine Pauschale vereinbaren oder je nach Komplexität der Beratung ein Honorar. Der Vorteil: Im Fokus steht nicht mehr die Vermittlung von Produkten, sondern die Kompetenz, passende Lösungen zu finden.

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