Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 9. Oktober 2020

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Die Renten sinken und sinken: Welche Auswege gibt es?

Der neue Pensionierungs-Barometer des VZ zeigt klar: Künftige Pensionierte bekommen viel weniger Geld als heutige. Viele Schweizerinnen und Schweizer unterschätzen, wie gross ihre Einkommenslücke sein wird. Haben sie den Ernst der Lage noch nicht erkannt?

Die grossen Herausforderungen in diesem Jahr haben andere Probleme fast in den Hintergrund gedrängt. Das ist verständlich: In einer Krise muss man Prioritäten setzen. Ganz ausblenden sollte man die Probleme aber nicht – vor allem, wenn sie immer grösser werden.

So sind zum Beispiel die Renten erneut gesunken, wie der neue Pensionierungs-Barometer des VZ zeigt. Trotzdem gehen die meisten Schweizerinnen und Schweizer laut der Umfrage davon aus, dass sie ihre Pensionierung ohne finanzielle Sorgen stemmen können.

Unterschätzen sie, wie ernst die Lage ist?

Der VZ-Barometer zeigt unmissverständlich, wie stark die Renten tatsächlich gesunken sind. So konnte ein 55-Jähriger mit einem Lohn von 120'000 Franken 2002 eine Rente aus AHV und Pensionskasse von 74'920 Franken erwarten. Heute sind es nur noch 60'040 Franken (Grafik). Die erwartete Rente ist also um 20 Prozent geschrumpft. Das entspricht einer Einbusse von knapp 1200 Franken pro Monat.

AHV und Pensionskasse: So viel Rente kann ein 55-Jähriger erwarten, wenn er in zehn Jahren in Pension geht
Beispiel: 55-jähriger Mann, Bruttoeinkommen 120'000 Franken nominal gleichbleibend (BVG-Obligatorium: 60'435 Franken, Überobligatorium: 59'565 Franken); Altersguthaben 300'000 Franken (150'000 Franken im BVG-Obligatorium); Sparbeiträge 18 Prozent (Angaben in Franken)
AHV und Pensionskasse: So viel Rente kann ein 55-Jähriger erwarten,
wenn er in zehn Jahren in Pension geht

Klar ist: Die Renten werden weiter sinken. Wer ohne finanzielle Sorgen in Pension gehen möchte, muss rechtzeitig Massnahmen treffen. Die wichtigsten Ansatzpunkte sind die Steuern und die Altersvorsorge. Die folgenden Tipps helfen, die Weichen richtig zu stellen:

Bleiben Sie länger berufstätig …

Bleiben Sie länger erwerbstätig, wenn Sie können und wollen. Wenn Sie Ihre AHV-Rente um ein Jahr aufschieben, erhalten Sie 5,2 Prozent mehr Rente, als wenn Sie Ihre erste Rente mit 65 bzw. 64 beziehen – ein Leben lang.

… oder hören Sie schrittweise auf

Ein schrittweiser Ausstieg hilft, Steuern zu sparen. Wenn Sie Ihr Pensum mit 63 Jahren von 100 auf 70 Prozent reduzieren, können Sie bei vielen Pensionskassen dann schon 30 Prozent Ihres Geldes auszahlen lassen und den Rest beziehen, wenn Sie endgültig aufhören. Und wenn Sie die Bezüge über mehrere Kalenderjahre staffeln, sparen Sie zusätzlich, weil Sie in der Regel die Steuerprogression brechen.

Steuern optimieren

Im Alter hängt die Steuerbelastung stark davon ab, wie Sie Ihr Pensionskassengeld beziehen: Rente, Kapital oder eine Kombination aus beidem? Die Rente wird ein Leben lang als Einkommen besteuert, das Kapital aber nur einmalig und zu einem tieferen Steuersatz. Zwar fallen danach Vermögenssteuern an, trotzdem ist der Kapitalbezug auf Dauer meistens attraktiver.

Schöpfen Sie Ihre Vorsorge aus

Zahlen Sie nach Möglichkeit freiwillig in Ihre Pensionskasse ein. Und verpassen Sie keine Einzahlungen in die Säule 3a. So verbessern Sie Ihre Vorsorge und sparen Steuern. Wer ab 40 jedes Jahr den Höchstbetrag einzahlt, kann bei einer Rendite von 2 Prozent pro Jahr bis 65 fast 220'000 Franken ansparen. Wer mit 55 beginnt, kommt immer noch auf 75'000 Franken. Und: Prüfen Sie eine Säule 3a mit Wertschriften. Das rentiert meistens deutlich besser als ein 3a-Konto.

Nicht vergessen!

Viele bezahlen unnötig hohe Prämien und Gebühren bei Banken und Versicherungen – das frisst die Ersparnisse auf. Vergleichen Sie Prämien und Gebühren und wechseln Sie zu einem günstigeren Anbieter.

Und wenn Sie im Alter sorgenfrei leben möchten, sollten Sie Ihr Geld langfristig ertragreich anlegen. Für viele eignen sich passive Anlagen wie ETF und Indexfonds am besten, um schrittweise Vermögen aufzubauen. Diese Anlagen sind günstig und transparent – und man kann schon mit kleinen Summen die Risiken breit streuen

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