Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 28. August 2020

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Pensionierung: Vom Zeitpunkt hängt die Lebensqualität ab

Früher aufhören, bis 64/65 arbeiten oder länger im Job bleiben? Diese Frage muss man sorgfältig prüfen, denn die Antwort ist entscheidend dafür, was man sich im Alter leisten kann.

Viele bereiten sich kaum auf ihre Pensionierung vor. Es braucht aber eine sorgfältige Planung, damit das Geld ausreicht, um den gewünschten Lebensstandard zu finanzieren. Der richtige Zeitpunkt spielt dabei eine wichtige Rolle.

Geht ein Mann zum Beispiel mit 65 in Pension, beträgt seine Rente 5775 Franken pro Monat. Hört er mit 63 auf, sind es nur 4993 Franken. Das sind fast 800 Franken weniger. Arbeitet er bis 67, erhält er rund 800 Franken mehr (Grafik).

Pensionierung mit 63, 65 und 67: Mit so viel Rente kann man rechnen
Beispiel: Mann, ledig, ohne Kirchensteuern; Berechnung bis 84 Jahre, Angaben in Franken
Pensionierung mit 63, 65 und 67: Mit so viel Rente kann man rechnen

Weil die Unterschiede so gross sind, sollte man schon 7 bis 10 Jahre vorher berechnen, was sich lohnt und was zu tun ist, damit das Geld bis ins hohe Alter reicht. Das muss man wissen.

1. Vorzeitig in Pension

Eine Frühpensionierung ist teuer, weil das Einkommen mehrerer Jahre wegfällt und die Vorsorge schlechter wird. Entscheidend ist, ob man genug Geld sparen und alle Vorsorgetöpfe optimal miteinander koordinieren kann. Dabei muss man Folgendes beachten:

  • Die Einkommenslücke lässt sich teilweise ausgleichen, wenn man seine Ersparnisse, die Säule 3a und die Wertschriften dafür nutzt. Die Säule 3a kann man etwa schon fünf Jahre vorher beziehen.
  • In Frage kommen auch frühere Bezüge der Renten. Die AHV-Rente kann man schon ein oder zwei Jahre vorher beziehen. Die meisten Pensionskassen lassen einen Bezug ab 58 oder 60 zu. Die Renten fallen dann aber ein Leben lang tiefer aus. Wer mit 63 aufhört, verzichtet jedes Jahr auf 13,6 Prozent der AHV-Rente und auf bis zu 10 Prozent der Pensionskassen-Rente.

Tipp: Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob er Ihre Frühpensionierung mit einer Überbrückungsrente unterstützt.

2. Mit 64/65 aufhören

Auch wenn man ordentlich in Pension geht, muss man wichtige Entscheide fällen. Dann muss man wählen, wie man sein Geld in der Pensionskasse bezieht: als Rente, Kapital oder als Mix?

  • Die Rente ist bis ans Lebensende garantiert. Sie ist aber zu 100 Prozent steuerbar, und ihre Höhe hängt vom Umwandlungssatz ab – und der sinkt und sinkt.
  • Wer das Kapital bezieht, bleibt finanziell flexibler. Man kann zum Beispiel Geld für die Renovation des Hauses abzwacken oder den Kindern einen Erbvorbezug gewähren.
  • Meistens ist der Kapitalbezug auch steuerlich attraktiver. Ein Mann kann zum Beispiel über 50'000 Franken Steuern sparen. Das ist viel Geld, das man zusätzlich zum Leben hat.

Tipp: Prüfen Sie die Chancen und Risiken. Wer unsicher ist, kann etwa die goldene Mitte wählen. Es kann sich lohnen, dass der Partner die Rente bezieht, dessen Pensionskasse den höheren Umwandlungssatz anwendet. Der andere Partner lässt sich das Kapital auszahlen, um es schrittweise zu verzehren. Was bis zum Tod nicht aufgebraucht ist, gehört der Familie.

3. Später in Pension

Die Steuern sind auch bei einer Spätpensionierung zentral für die Lebensqualität. Denn kommen Renten und Lohn zusammen, wird man in eine höhere Progression katapultiert – und die Steuern steigen. So kann man die Steuerlast begrenzen:

  • Wer nicht auf die AHV-Rente angewiesen ist, sollte einen Aufschub prüfen, damit das steuerbare Einkommen tiefer ausfällt.
  • Auch bei vielen Pensionskassen ist ein Aufschub der Leistungen möglich. Wer zum Beispiel sein Pensum mit 65 auf 50 Prozent reduziert, kann die Hälfte seines Guthabens bereits dann beziehen und den Rest auf später verschieben.
  • Und: Wenn man das Kapital bezieht, fallen bei mehreren Teilbezügen wegen der Progression häufig weniger Steuern an.

Tipp: Wenn Sie länger erwerbstätig bleiben, müssen Sie weiterhin AHV-Beiträge zahlen, auch wenn sie nicht rentenbildend sind. Dabei gilt ein Freibetrag von 16'800 Franken pro Jahr. Beiträge werden nur auf dem Einkommen erhoben, das diesen Freibetrag übersteigt. Wenn Sie verschiedene Tätigkeiten ausüben und separat entlohnt werden, dürfen Sie den Freibetrag für jede dieser Tätigkeiten geltend machen.

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