Japan
Die Anleihenmärkte gelten als mächtigste Märkte der Welt. Das haben schon mehrere Politiker zu spüren bekommen.
Publiziert vor 8 Stunden
Beschreibung
Japans Premierministerin Sanae Takaichi will morgen Freitag das Parlament auflösen und für den 8. Februar vorgezogene Neuwahlen ansetzen. Takaichi regiert nur mit einer knappen Mehrheit. Das reicht für ihre ehrgeizigen Reformpläne nicht aus.
Takaichi will die Staatsausgaben stark erhöhen und der "exzessiven Spardisziplin" ein Ende bereiten. Der neue Staatshaushalt sieht sowohl höhere Sozialausgaben als auch höhere Rüstungsausgaben vor.
An den Finanzmärkten kommt die Abkehr von der Fiskaldisziplin indessen gar nicht gut an. Die Renditen von japanischen Staatsanleihen schossen in die Höhe.
Gut möglich, dass wir im Februar einen zweiten "Liz Truss"-Moment sehen. Zur Erinnerung: 2022 provozierte die damalige britische Premierministerin mit hohen Mehrausgaben grössere Verwerfungen bei britischen Staatsanleihen.
Lösungen gibt es aber durchaus: Wie das Truss-Intermezzo gezeigt hat, lassen sich die Märkte sehr schnell beruhigen, wenn das Defizit eingedämmt wird. Ausserdem verfügt der Staat in Japan über grosse Vermögenswerte. Durch deren Verkäufe liesse sich die Schulden-BIP-Quote (aktuell bei 240%) halbieren.
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