2. März 2026
Beschreibung
FRANKFURT (awp international)
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AKTIEN
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DEUTSCHLAND: - VERLUSTE ERWARTET - Für den Dax werden die jüngsten Ereignisse in Nahost am Montag zur Belastung. Vor allem höhere Ölpreise bereiten Sorgen. Angesichts der Eskalation im Konflikt dre USA und Israels mit dem Iran dürfte der Leitindex unter der Marke von 25.000 Punkten in den Handel starten. Der Broker IG taxierte ihn zwei Stunden vor dem Xetra-Start 1,7 Prozent tiefer auf 24.848 Punkte. Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Analyst Scott Chronert von der Citigroup wollte die Bedeutung der geopolitischen Lage am Sonntag in einem Kommentar nicht unterschätzen. Die militärischen Konflikte der letzten 40 Jahre hätten gezeigt, dass die Konfliktdauer und wirtschaftliche Folgen in der Regel den grössten Einfluss auf Aktienkurse haben. Der Experte verwies dabei vor allem auf die Ölpreise, die am Montag wie erwartet zunächst deutlich zugelegt haben. Eine Panik am Ölmarkt blieb gleichwohl aus, auch wenn der Iran den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, einschränkte.
USA: - VERLUSTE - Die wichtigsten US-Aktienmärkte sind mit Verlusten ins Wochenende gegangen. Negative Impulse lieferten die heimischen Erzeugerpreise, die deutlicher als erwartet zulegten und der Notenbank Fed damit Argumente gegen weitere Zinssenkungen lieferten. Zudem hielten sich die Anleger wegen einer möglichen Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran vor dem Wochenende mit Engagements zurück. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 1,05 Prozent bei 48.977,92 Punkten. Daraus resultierte für den Leitindex ein Wochenverlust von rund 1,3 Prozent. Die Monatsbilanz ist mit einem Plus von 0,2 Prozent positiv. Der marktbreite S&P 500 büsste am Freitag 0,43 Prozent auf 6.878,88 Zähler ein. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,30 Prozent auf 24.960,04 Punkte abwärts.
ASIEN: - DURCHWACHSEN - Der deutliche Ölpreisanstieg infolge der Eskaltion des Konflikts zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite hat zum Wochenstart die Börse in Tokio deutlich belastet. Der Leitindex japanische Nikkei 225 fiel kurz vor dem Handelsende um 1,7 Prozent. Japan ist als rohstoffarmes Land von Energieimporten besonders abhängig, weshalb die Wirtschaft höhere Ölpreise schnell zu spüren bekommt. In China war das Bild durchwachsen. Während der von technologiewerten stärker geprägte Hang Seng in der Sonderverwaltungszone Hongkong zuletzt um 1,9 Prozent nachgab, legte der CSI-300-Index der chinesischen Festlandbörsen um 0,4 Prozent. Anleger schauen bereits auf den Beginn des chinesischen Volkskongresses später in dieser Woche. Sie erhoffen sich Stützungsmassnahmen für die Wirtschaft des Landes. Der australische ASX hielt sich zudem knapp in der Gewinnzone.
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DAX 25284,26 -0,02%
XDAX 25202,65 -0,55%
EuroSTOXX 50 6138,41 -0,38%
Stoxx50 5294,26 0,13%
DJIA 48977,92 -1,05%
S&P 500 6878,88 -0,43%
NASDAQ 100 24960,04 -0,30%
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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL
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RENTEN:
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Bund-Future 130,42 +0,08%
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DEVISEN:
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Euro/USD 1,1754 -0,52%
USD/Yen 156,91 0,47%
Euro/Yen 184,42 -0,06%
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BITCOIN:
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Bitcoin 66.58 1,23%
(USD, Bitstamp)
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ROHÖL:
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Brent 78,30 +5,43 USD
WTI 71,71 +4,69 USD
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PRESSESCHAU
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bis 06.30 Uhr: - RWE-Chef Markus Krebber erwartet indirekte Folgen von US-Zöllen, Politico - Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europäischen Parlament, hält Iran-Intervention für gerechtfertigt. "Eine Bedrohungslage zu verhindern, ist völkerrechtlich konform", Politico - Moritz Schularick, Präsident des Kiel-Instituts für Weltwirtschaft, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), warnen vor wirtschaftlichen Folgen durch Iran-Krieg, HB - RWE-Chef Markus Krebber würde strategische Gasreserve über zwei Jahre einführen - Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) warnt vor möglichen Terroranschlägen in Deutschland, HB - RWE-Chef Markus Krebber hält Investitionen in Mini-Reaktoren für "nicht darstellbar", Politico - DGB-Chefin Yasmin Fahimi gegen AfD-Anhänger in Betriebsräten: "Wir haben das im Griff", HB - Ron Prosor, israelischer Botschafter in Deutschland, ist sich "ziemlich sicher", dass Deutschland anders als im Gaza-Krieg die Unterstützung für sein Land wegen des Vorgehens gegen den Iran nicht einschränken wird, Welt TV
bis 20.30 Uhr: - Gefährdet KI das Geschäftsmodell von Börsenbetreibern? Der Finanzchef der Deutschen Börse sagt, wie schwer es ist, solche Sorgen zu vertreiben, Gespräch mit Jens Schulte, HB - Schwarz Digits treibt mit Milliardeninvestitionen in Rechenzentren und Partnerschaften mit Banken wie Helaba den Aufbau digitaler Souveränität in Europa voran - als Alternative zu US-Hyperscalern, Gespräch mit Bereichsvorstand Bernd Wagner, BöZ - Das Unternehmen hinter Make-up-Marken wie ?Essence? peilt 2026 einen Milliardenumsatz an. Die Cosnova-Gründer Christina Oster-Daum und Javier González sagen, wie sie zum Weltmarktführer werden wollen - und Preise niedrig halten, HB - "Gelesen werden wir von allen", Gespräch mit Schifferstadter-Tagblatt-Verlegerin Susanne Geier, FAZ - Der Sicherheits- und Terrorismusexperte Peter Neumann geht nicht davon aus, dass der Iran den Luftangriffen etwas entgegensetzen kann, Gespräch, NTV - Trotz der angespannten Lage im Nahen Osten erwartet die Bundesregierung keine Gasknappheit in Deutschland, Gespräch mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), ARD - Angesichts der angespannten Lage in Nahost sitzen zahlreiche Deutsche in den Vereinigten Arabischen Emiraten fest. Eine militärische Evakuierung schloss der Aussenminister Johann Wadephul (CDU) aus, Gespräch, Bild - Die Bundesregierung wird voraussichtlich schon an diesem Mittwoch einen Nachfolger für die aus dem Sachverständigenrat Wirtschaft ausgeschiedene Ökonomin Ulrike Malmendier bestimmen, FAZ - "An meinem letzten Tag hat mich Frau Reiche angerufen", Gespräch mit Ökonomin Ulrike Malmendier über mangelnde Kommunikation, Erfolge und Frust in der Politikberatung und die Zeit als "Wirtschaftsweise", FAZ - "Chinesische Verhältnisse sind für uns keine Perspektive", Gespräch mit DGB-Chefin Yasmin Fahimi, HB - "Das alte Wirtschaftsmodell Deutschlands ist tot", Gespräch mit Bruegel-Chef Jeromin Zettelmeyer über die Folgen des China-Schocks, den trügerischen Schutz von Zöllen und was Deutschland vom Niedergang der Uhrenindustrie in der Schweiz lernen kann, HB - Drei Erkenntnisse aus meiner Reise mit Kanzler Merz nach China, Gastbeitrag von Siemens-Chef Roland Busch, HB - Konflikte zwischen Unternehmenserben müssen nicht zwingend vor Gericht enden, Gespräch mit Juraprofessor Martin Fries darüber, wie sich Streitigkeiten in einer Mediation in drei Schritten lösen lassen, HB - Wenn wir in Europa zu sehr auf Regeln und zu wenig auf Ermöglichung, Förderung und Skalierung setzen, riskieren wir, beim globalen KI-Wettbewerb den Anschluss zu verlieren, warnt DIHK-Präsident Peter Adrian, Gespräch, BöZ - Die EU hat nach Einschätzung der White&Case-Anwälte Marco Buschmann und Erasmus Hoffmann eine internationale Konvention über umweltpolitische Beteiligungsrechte "in überschiessender Art und Weise" umgesetzt. Das erschwere nun die Beschleunigung von Plan- und Genehmigungsverfahren, Gespräch, BöZ - Nach dem US-israelischen Angriff auf den Iran rücken Rüstungswerte in den Fokus der Anleger. WisdomTree-Expertin Aneeka Gupta sagt, warum die Titel trotz Höhenflug noch viel Potenzial haben und welchen Vorteil europäische Konzerne gegenüber US-Unternehmen haben, Gespräch, BöZ - Bundeswehr betätigt Angriff auf Stützpunkte der Bundeswehr im Nahen Osten, Welt TV
/mis/zb