VZ Analyse
Viele der Indexwechsel im September haben ihren Ursprung in Abspaltungen oder neu kotierten Unternehmen. Schon jetzt gibt es Hinweise, welche Unternehmen in Zukunft die Schweizer Aktienindizes bewegen könnten.
15. Sep 2025
Beschreibung
Im SMI ist Holcim nun gleich doppelt vertreten. Ab dem 22. September gehört das abgespaltene Nordamerika-Geschäft Amrize fix zum Leitindex. Dafür muss Sonova den Platz räumen. Nur knapp den Sprung verpasst hat Sandoz, die Generika- und Biosimilar-Sparte von Novartis. Sie wurde bereits 2022 abgespalten und ist seither als eigenständige Einheit an der Börse. Mit Alcon ist schon seit 2019 eine andere ehemalige Novartis-Sparte im SMI vertreten.
Neulinge ergänzen SMIM
Im Swiss Market Index Mid (SMIM) kommt es in diesem Jahr zu vier Rochaden. Neben Sonova und Swissquote ist mit Accelleron ein weiterer Börsenjungspund vertreten. Die Turboladersparte von ABB wurde 2022 abgespalten. Mit Sunrise folgt ein Unternehmen, das erst seit einem Jahr wieder kotiert ist. Galderma, das Pharmaunternehmen mit Spezialisierung auf Dermatologie, hat bereits im Frühjahr 2024 den grössten Börsengang seit 2017 geschafft. Das Unternehmen landete direkt im SMIM und gilt zusammen mit Sandoz als aussichtsreicher Kandidat für den Aufstieg in den SMI.
Ein weiterer Neuzugang für die Schweizer Börse steht in den Startlöchern. Am 19. September feiert die Swiss Marketplace Group (SMG) ihr Debüt. Hinter dem Unternehmen stehen TX Group, Ringier, die Mobiliar und die US-Beteiligungsgesellschaft General Atlantic. Die Gruppe betreibt bekannte Plattformen wie Ricardo, Tutti, Homegate und Moneyland. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 4,5 Milliarden wäre SMG eigentlich ein Kandidat für den SMIM. Wegen des geringen frei handelbaren Anteils wird der Einzug aber ausbleiben.
Weitere Wechsel in Aussicht
Auch darüber hinaus stehen Veränderungen bevor. Ende Jahr entsteht mit der Fusion von Helvetia und Baloise ein neuer Versicherungsriese. Neben Sandoz oder Galderma könnte auch er den SMI bald verstärken. Für Bewegung dürfte zudem ABB sorgen. Das Unternehmen plant für 2026 die Abspaltung seiner Robotiksparte. Auch das IPO des E-Mobility-Segments könnte im nächsten Jahr folgen, nachdem es bisher wegen des schwachen Marktumfelds mehrfach verschoben wurde.
Fazit
Das Muster ist klar: Immer wieder sind es Abspaltungen oder Neukotierungen, die für Änderungen bei den Schweizer Aktienindizes sorgen. Mit SMG und der Fusion von Helvetia und Baloise stehen noch in diesem Jahr zwei Schwergewichte bereit. Für das kommende Jahr könnte ABB gleich mehrfach für Schlagzeilen sorgen. Und es ist gut möglich, dass noch weitere Neuzugänge folgen.
Disclaimer: Alle Angaben ohne Gewähr. Bei den aufgezeigten Informationen handelt es sich um Werbung gemäss Art. 68 FIDLEG.