VZ Analyse
Elon Musks 1,5 Billionen-Gigant SpaceX, ChatGPT Mutterhaus OpenAi und weitere Techgrössen könnten 2026 zu Rekorden bei Börsengängen führen.
Publiziert vor 4 Stunden
Beschreibung
Es wäre der ökonomische Urknall des Jahrzehnts: Mit einer astronomischen Bewertung von rund 1,5 Billionen Dollar könnte Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX im Jahr 2026 Geschichte schreiben. Damit würde SpaceX nicht nur den bisherigen Rekordhalter Saudi Aramco (1,7 Billionen Dollar) herausfordern, sondern auch den Marktwert von Tesla (1,3 Billionen Dollar) übertreffen. Zudem würde sich SpaceX in den Top 10 der weltweit wertvollsten Unternehmen wiederfinden. Doch der Gigant ist kein Einzelfall – nach einer Phase der Zurückhaltung stehen für 2026 gleich mehrere Schwergewichte in den Startlöchern, die das globale Emissionsvolumen in neue Dimensionen katapultieren könnten.
Getrieben wird diese neue Dynamik von einem idealen Umfeld für Börsengänge: Ein stabileres weltweites Wachstum, sinkende Zinsen und der unaufhaltsame Kapitalbedarf der KI-Revolution schaffen ein Marktumfeld, in dem Investoren wieder bereit sind, Milliarden in frische Aktien zu lenken. Während das Beratungsunternehmen EY bereits für das Vorjahr ein Emissionsvolumen von über 170 Milliarden US-Dollar verzeichnete, deuten alle Anzeichen darauf hin, dass 2026 diese Marke weit hinter sich lassen wird.
OpenAI, Anthropic und viel Technologie
Im Schatten von SpaceX könnten im Jahr 2026 weitere Grössen den Weg an die Börse finden. Allen voran OpenAI und Anthropic – zwei Schwergewichte der KI-Revolution. Anthropic, bekannt für den Chatbot Claude, wurde nach neuen Investitionen von Microsoft und Nvidia zuletzt mit rund 350 Milliarden Dollar bewertet. OpenAI liegt mit einer Bewertung von über 500 Milliarden Dollar nochmals deutlich darüber. Zwar hat CEO Sam Altman betont, ein Börsengang habe derzeit keine Priorität. Das Marktumfeld wäre für beide Unternehmen dennoch günstig. Anleger könnten erstmals direkt in die meistgenutzten KI-Modelle investieren.
Bereits einen Schritt weiter sind Unternehmen aus China. Nach ihren IPO in Shanghai legten die Chiphersteller Moore Threads und Metax Integrated Circuits seit Dezember 2025 deutlich zu. In Hongkong wurden Anfang Jahr mit MiniMax und Zhipu AI weitere Hoffnungsträger kotiert. Technologische Lösungen stehen auch bei anderen Kandidaten im Fokus. Dazu zählen die Krypto-Handelsplattformen Kraken und Bitpanda, die britische Neobank Revolut, der Zahlungsdienstleister SumUp sowie Canva, eine Software für visuelle Inhalte.
Börsengänge: Was gilt es zu beachten
Konkrete Angaben zu Zeitpunkt und Preis eines Börsengangs werden meist erst kurz vor der Platzierung veröffentlicht. Zudem kommt in der Regel nur ein kleiner Teil des Unternehmens an den Markt. Beim bislang grössten IPO von Saudi Aramco entsprach das Emissionsvolumen nur rund zwei Prozent des Gesamtwerts. Bei SpaceX könnten es zwar bis zu 30 Milliarden Dollar werden, doch auch das wäre gemessen an der Bewertung ein kleiner Anteil. Elon Musk wird seine Mehrheit der Stimmrechte behalten.
Die Nachfrage nach Aktien solcher Unternehmen wird voraussichtlich das Angebot deutlich übersteigen. Für Privatanleger wird eine direkte Zuteilung deshalb schwierig. Angebote, die einen frühen oder garantierten Zugang versprechen, sollten kritisch geprüft werden. Das gilt besonders dann, wenn ein Börsengang noch Monate entfernt ist und zentrale Eckdaten fehlen.
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