Marktgespräch
Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.
19. März 2026
Beschreibung
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.25 Uhr):
TECH-WERTE (VAT -2,7%, INFICON -2,9%, AMS OSRAM -2,1%, COMET -3,6%): Wird es teurer, KI-Investitionen zu finanzieren?
Der Iran-Krieg schüttelt die Aktienmärkte durch. Und davon sind natürlich auch die heimischen Tech-Werte betroffen. Aber in diesem Sektor geht zusätzlich noch das Zinsgespenst um. Denn gerade die hohen Investitionen in die KI-Technologie, die für die Zulieferer in steigenden Aufträgen münden, könnten nun teurer werden. Der hohe Ölpreis befeuert die Inflation und das bringt die Notenbanken in die Bredouille. Bereits am Vorabend gab sich das Fed entsprechend falkenhaft, Zinssenkungen stehen somit wohl zunächst nicht auf der Tagesordnung. Dies bedeutet: Die Zinskosten für die dafür recht sensiblen Tech-Konzerne bleiben hoch und könnten sogar steigen. Nun hatte zuletzt beispielsweise VAT endlich den langersehnten Aufschwung im Halbleiterzyklus ausgerufen. Der Krieg im Nahen Osten hat das Potenzial, diesen langsam anlaufenden Motor wieder abzuwürgen. Und dass diese Sorgen nicht nur hierzulande die Anleger beschäftigen, zeigt sich auch in der Kursreaktion der Micron-Aktie nach den jüngsten Quartalszahlen. Trotz übertroffener Erwartungen gibt es dort nachbörslich Verluste. Nächstes Puzzleteil für die Branche liefert kommende Woche dann Inficon mit endgültigen Zahlen - wobei auch hier der Fokus stark auf dem Ausblick liegt.
SCHINDLER (-2,4% auf 265 Fr.): Citigroup erachtet PS als überverkauft
Die PS von Schindler leiden am Berichtstag wie der Grossteil der Aktien unter der Eskalation im Nahostkonflikt. Die Titel befinden sich mittlerweile auf einem Jahrestief. In Marktkreisen wird zudem auf Kommentare des US-Konkurrenten Otis verwiesen, die auf die negativen Folgen des Kriegs in Iran hinwiesen, unter anderem wegen der gestörten Lieferwege. Dies belastet das Sentiment für Schindler zusätzlich. Die Citigroup verweist indes auf den Umstand, dass Schindler im Nahen Osten weniger exponiert sei, als etwa der finnische Konkurrent Kone. Schindler seien mittlerweile überverkauft, sodass der Titel im Hinblick auf den Investorentag vom Juni Aufwärtspotential hätten.
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dm/cf/cg