Marktgespräch
Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.
25. Febr. 2026
Beschreibung
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.00 Uhr):
(VAT +2,0% auf 541,0 Fr., AMS Osram -1,9% auf 8,61 Fr., Comet +0,4% auf 302,40 Fr., Inficon +0,8% auf 122,40 Fr.):
Alle Augen der Tech-Branche ruhen auf Nvidia. Einmal mehr hat es der KI-Chipgigant in der Hand, eine ganze Branche und sogar die Börsen weltweit mit seinen Zahlen zu bewegen. Die hiesigen Vertreter sind gefangen zwischen der Hoffnung auf ein erneut eindrückliches Schauspiel mit massiven Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn und der Befürchtung von Enttäuschung. Händler mahnen derweil, dass die Einordnung der Zahlen alles andere als einfach werden wird. So dürfte der Teufel durchaus im Detail stecken und es werde wohl wie bereits beim letzten Quartal nicht ausreichen, einfach nur die Erwartungen zu übertreffen. Bereits der Deal zwischen AMD und Meta habe erneut gezeigt, dass sich der KI-Kreislauf insbesondere selbst am Leben hält. "Jeder hat die Hand in der Tasche des anderen - die Frage ist, was passiert, wenn eine Hand locker lässt", formuliert es ein Börsianer. Und im Hintergrund schwebt immer noch das "KI-Gespenst". Sorgen vor Jobverlusten durch KI hatten die Börsen noch vor kurzem fest im Griff. "Und wenn sich niemand den Konsum leisten kann, ist es auch egal, ob man Adobe oder McDonalds heisst, das betrifft alle", so ein weiterer Händler. Was der heutige Abend auch bringe - klar sei nur, dass auch Nvidia allein die KI-Ängste nicht in Luft auflösen könne.
ORIOR (+1,7% auf 11,76 Fr.): Vater-Sohn-Gespann kauft wacker Aktien zu
Die Aktien der Lebensmittel-Gruppe Orior können am Mittwoch nahtlos an die Kursgewinne vom Vortag anknüpfen. Wie aus einer Offenlegungsmeldung hervorgeht, haben Emil Weber und sein Sohn Tobias ihr Aktienpaket jüngst von drei auf knapp sechs Prozent verdoppelt. Erst vor gut einer Woche hatten sie sich als bedeutender Anteilseigner überhaupt erst zu erkennen gegeben. Den beiden gehört mit dem Grosshändler E. Weber & Cie ein weit entfernter Branchenverwandter. Die Orior-Aktien verspürten zuletzt wieder etwas Auftrieb. Gerade für langjährige Aktionäre sind die jüngsten Kursgewinne allerdings bloss ein Tropfen auf den heissen Stein. Vor allem hausgemachte Probleme haben in den letzten Jahren tiefe Spuren in der Aktienkursentwicklung hinterlassen - alleine 2025 büssten die Valoren zwei Drittel ein. Dies ganz zur Freude der vielen Leerverkäufer: Gemäss Erhebungen von S&P Global Market Intelligence setzten Leerverkäufer noch bis vor wenigen Wochen mit knapp 7 Prozent aller ausstehenden Aktien auf rückläufige Kurse. Der Einstieg von Emil und Tobias Weber könnte nun aber dazu führen, dass der eine oder andere Leerverkäufer seine Wetten gegen die Orior-Aktien schliessen wird, heisst es denn auch im Handel.
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dm/lb/uh