Marktgespräch
Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.
vor 3 Stunden
Beschreibung
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 09.35 Uhr):
SMI (+3,7% auf 13'263 Punkte): Wie weit geht es nun hoch?
Der SMI hat am Mittwoch euphorisch auf die Waffenruhe im Nahen Osten reagiert. An der Börse hat nun das grosse Werweissen begonnen, wie weit es nach oben geht. Raum für eine Gegenbewegung ist reichlich vorhanden. Zur Erinnerung: Kurz vor dem amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran erklomm der SMI ein Rekordhoch bei 14'014 Punkten, ehe er wegen des Konflikts zeitweise um knapp 1700 Zähler oder 12 Prozent in die Tiefe rauschte. Für die Charttechniker von BNP Paribas ist es nun ein positives Zeichen, dass der SMI am Mittwoch gleich im frühen Handel die Marke von 13'199 Punkten geknackt hat. Damit habe sich das Chartbild gravierend aufgehellt. Nun sei Platz bis zum Januar-Hoch bei 13'529 Punkten. Und von da aus könnte das Rekordniveau von Ende Februar wieder in den Fokus rücken. Doch nicht alle sind so euphorisch. Die Wankelmütigkeit des US-Präsidenten und die Unsicherheit, wie lange die Waffenruhe anhält, ist dabei nur ein Argument. Nicht verschwunden seien auch die Sorgen über möglicherweise zu hohe Bewertungen und Konjunkturängste. "Wer hofft, dass der SMI rasch wieder das Vorkriegsniveau erreicht, könnte enttäuscht werden", meint daher ein Börsianer.
STADLER RAIL (+9,8% auf 21,80 Fr.): Erntephase steht bevor
So wirklich zufriedenstellend ist die Kursentwicklung der Stadler-Aktie seit dem Börsengang vor sieben Jahren nicht. Und zuletzt ist auch der Milliardenauftrag der SBB endgültig flöten gegangen. Rückenwind erhalten die Papiere am Mittwoch - neben der allgemein freundlichen Marktstimmung - nun von Analystenseite. Die Zürcher Kantonalbank erhöht das Rating für Stadler Rail auf "Übergewichten" von "Marktgewichten". Der Tenor: Bei den Ostschweizern steht nun die Erntephase bevor. Angesichts der zuletzt starken Ausweitung der Produktionsleistung sei davon auszugehen, dass Stalder in 2026 wie versprochen den Sprung über die Marke von 5 Milliarden Franken Umsatz schafft. Zusätzlich dürften operative Hebel, die Aufarbeitung von Unwetterschäden und Effizienzmassnahmen die Margen treiben. Als fairen Wert der Aktie nennt der zuständige Analyst 28,60 Franken je Anteil - es besteht also noch Luft nach oben. Zur Erinnerung: Im April 2019 waren die Stadler-Aktien beim Börsengang zu 38 Franken ausgegeben worden.
Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.
rw/ra/hr