Heute im Fokus: Logitech, Clariant

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

20. Jan. 2026

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.00 Uhr):

LOGITECH (-6,1% auf 71,10 Fr.): Anleger und Analysten zeigen Nerven

Bei Logitech flattern sowohl Anleger als auch Analysten seit gut vier Wochen die Nerven. Nach dem fulminanten Anstieg von April an korrigierte die Aktie zuletzt heftig. Kosteten die Titel Anfang Dezember noch 96,40 Franken, sackten sie seither um über 25 Prozent ab. Zahlreiche Analysten rudern beim Computerzubehör-Hersteller zurück. So hagelt es jüngst Abstufungen von Exane BNP Paribas und Barclays in den neutralen Bereich und am heutigen Handelstag der frische Downgrade von Morgan Stanley sogar auf "Underweight". Hauptargumente für die Vorsicht sind die Preissteigerungen im Speichersegment, was die Nachfrage nach PCs und den passenden Geräten von Logitech dämpfen dürfte. Aber auch der Konsum in Nordamerika, der rund die Hälfte des Umsatzes ausmache, sei eine wacklige Angelegenheit. Etwas Klarheit in diesem Punkt könnten die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal bei Logitech kommenden Dienstagabend geben. Denn dann weiss der Markt, was die wichtige "Holiday Season" mit Black Week und Weihnachten wirklich eingebracht hat. Logitech selbst hatte sich mit den starken Zahlen Ende Oktober vorsichtig optimistisch gezeigt und ein Umsatzplus zu konstanten Wechselkursen von 1 bis 4 Prozent angepeilt.

CLARIANT (+0,7% auf 7,055 Fr.): Ist Stahl Holdings erst der Anfang?

Die Pläne der deutschen Henkel, das niederländische Unternehmen Stahl Holdings für bis zu zwei Milliarden Euro zu kaufen, werden auch an der Schweizer Börse als freudige Überraschung begrüsst. Denn der Chemiekonzern Clariant ist mit knapp 15 Prozent an Stahl Holdings beteiligt. Henkel bestätigte am Montagabend diesbezüglich Gespräche mit dem französischen Mehrheitseigentümer Wendel. Der Wert der Beteiligung von Clariant würde damit rund 300 Millionen Euro betragen. Damit könnte Clariant das Eigenkapital deutlich stärken und es würde zur Entschuldung und höherer Liquidität beitragen, heisst es in einem Kommentar von Barclays. Dies unterstütze sowohl die mittelfristigen Verschuldungsziele als auch die Bereitschaft für mögliche Prozessauszahlungen. "Dies unterstreicht unsere These, dass Clariant über eines der interessantesten Portfolios für Veräusserungen unter den europäischen Chemieunternehmen verfügt"- Die Bank schätzt den Wert der möglichen Veräusserungen auf insgesamt mehr als eine Milliarde Franken", so Barclays. Dies dürfte damit wohl nicht die letzte Überraschung gewesen sein", meint ein Händler.

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