Heute im Fokus: Holcim, Finanzwerte

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

vor 13 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.15 Uhr):

HOLCIM (+1,8% auf 70,80 Fr.): Analysten werden positiver

Für Holcim mehren sich zuletzt die positiven Stimmen. Zwar stelle der Nahost-Konflikt zumindest kurzfristig eine grosse Herausforderung für die ganze Branche dar, wie es beispielsweise bei Exane BNP Paribas heisst. Allerdings gehen die Experten eher von einem langsameren Wachstum als von einer harten Landung aus und gleichzeitig sehe die Bewertung bei Holcim mittlerweile wieder ansprechender aus. Die Bewertungskarte spielt auch Goldman Sachs und begründet damit die heutige Hochstufung auf "Buy" des Zementherstellers. Mit den Kursverlusten seit Ende Januar habe sich nun ein attraktiver Einstiegspunkt ergeben. Zudem dürfte das CO2-Zertifikate-System der EU nun doch noch länger Bestand haben und somit mehr Sicherheit für die Kostenplanung geben. Und mit der positiven Grundeinschätzung sind diese Analysten nicht allein auf weiter Flur. Auch die UBS und ZKB halten an ihren Kaufempfehlungen fest. Auch wenn das erste Quartal, über das Holcim in zwei Wochen berichten wird, wohl etwas verhalten ausfallen dürfte, sei das Unternehmen auf Kurs für die Jahresziele.

UBS (+0,3% auf 32,51 Fr.), JULIUS BÄR (+0,7% auf 61,96 Fr.): Nach jüngstem Kursfeuerwerk richtungssuchend

Nachdem die Schweizer Bankaktien seit Mittwoch deutlich an Boden gutmachen konnten, verbuchen sie am Freitag nurmehr moderate Kursgewinne. In hiesigen Börsenkreisen zu Reden gibt eine Studie der Zürcher Kantonalbank zum Finanzsektor. Darin schreiben die Autoren, dass die Schweizer Unternehmen aus diesem Wirtschaftszweig nur indirekt von den Spannungen im Nahen Osten und den Folgen eines anhaltenden Energieschocks betroffen sind. Ihres Erachtens sollten die vorherrschenden Spannungen der Schweiz und den Schweizer Banken als sicherer Hafen deshalb sogar Rückenwind verleihen. Auch eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Citigroup zum europäischen Bankensektor hallt noch immer nach. Wie aus dieser Studie hervorgeht, raten die Autoren weiterhin dazu, den europäischen Bankaktien ein überdurchschnittliches Gewicht in den Portefeuilles einzuräumen. Die Gewinnerwartungen seien noch immer im Steigen begriffen, schreiben die Autoren. Ausserdem gehen sie davon aus, dass ein ölpreisbedingter Teuerungsschub die Europäische Zentralbank zwingen könnte, die Leitzinsen bis Ende Jahr zweimal um jeweils 25 Basispunkte anzuheben. Auch davon sollten die europäischen Banken profitieren können. Mit Blick auf die UBS verweisen Börsenbeobachter allerdings auf den Umstand, dass die Citigroup-Analysten die Branchenstudie nutzen, um ihr Aktienkursziel für die Grossbank auf 31,50 von 35,40 Franken zu kürzen. Das Anlageurteil lautet wie bis anhin "Neutral". Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass man bei der US-Investmentbank weder die Valoren der UBS, noch jene von anderen Banken aus der Schweiz in der Favoritenrolle wähnt.

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lb/dm/ra