VZ Analyse
Einige Schweizer Dividenden-Aristokraten notieren deutlich unter ihren Allzeithochs. Das VZ zeigt, bei welchen Titeln die Analysten der Banken das grösste Kurspotenzial orten.
Publiziert 13. Mai 2026
Beschreibung
Dividenden-Aristokraten sind bei vielen Anlegerinnen und Anlegern sehr beliebt. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Ausschüttungen zuletzt mindestens zehn Jahre lang stetig erhöht haben. Allerdings unterscheiden sich diese Unternehmen deutlich – sowohl bei der Dividendenrendite als auch beim von Analysten erwarteten Kurspotenzial. Das VZ hat die Prognosen der Aktien-Analysten gesammelt und die Aristokraten einem kurzen Check unterzogen.
Besser beurteilter Ausblick
Bei einigen Titeln ist das erwartete Kurspotenzial erheblich. Das liegt vor allem daran, dass Analysten nach einer längeren Schwächephase mit einer Verbesserung der Geschäftsaussichten rechnen. Am höchsten schätzen sie das Kurspotenzial bei Partners Group, ALSO, Siegfried und Sika ein. Diese Unternehmen haben von der jüngsten Börsenhausse nur wenig profitiert und liegen weiterhin klar unter ihren bisherigen Höchstständen. Das gilt auch für Lindt & Sprüngli: Der Schokoladenhersteller leidet unter dem Auf und Ab der Kakaopreise.
Partners Group mit höchster Dividendenrendite
Allerdings bieten nicht alle Aktien mit hohem Kurspotenzial auch eine hohe Dividendenrendite. Zwar steigt die Rendite, wenn die Kurse fallen. Dennoch sticht nur Partners Group hervor: Mit 5,2 Prozent weist das Zuger Finanzunternehmen die mit Abstand höchste Dividendenrendite unter den Aristokraten auf. Auch ALSO bietet mit 3,3 Prozent eine vergleichsweise attraktive Rendite. Siegfried und Sika hingegen zahlen tiefere Dividenden, obwohl ihnen Analysten ein grosses Kurspotenzial bescheinigen.
Generell lässt sich festhalten, dass es keinen systematischen Zusammenhang zwischen dem Kurspotenzial und der Dividendenrendite gibt. Auch Titel mit wenig Kurspotenzial haben teilweise ansprechende Ausschüttungen. So weist Swiss Life nach der starken Kursentwicklung der letzten Jahre zwar ein leicht negatives Kurspotenzial aus, die Dividendenrendite ist mit 4,2 Prozent aber noch immer die zweithöchste aller Aristokraten.
Ebenfalls überdurchschnittliche Dividenden zahlen die Schwergewichte Nestlé (4 Prozent), Novartis (3,3 Prozent) und Roche (3,1 Prozent). Beim erwarteten Kurspotenzial ordnen Analysten diese drei Titel allerdings nur im Mittelfeld ein. Ausbezahlt haben die diesjährige Dividende inzwischen 13 der 17 Aristokraten. Bei der Berner Kantonalbank, Temenos und Partners Group ist die Ausschüttung noch ausstehend. Sie folgt für diese Unternehmen bis Ende Mai. Logitech dagegen wird die Dividende erst im Herbst zahlen.
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