Analysen
Die Schweizer Börse setzt ihre Rekordrally im neuen Jahr fort. Eine Auswertung der besten Performer zeigt, wo aktuell Chancen liegen und welche Themen den Markt prägen.
Publiziert 16. Jan. 2026
Beschreibung
Der Schweizer Aktienmarkt ist auch dieses Jahr mit viel Schwung gestartet. Bereits im vergangenen Jahr legte der Swiss Market Index (SMI) um 18 Prozent (inkl. Dividenden) zu und der Swiss Performance Index (SPI) um 17,8 Prozent (inkl. Dividenden). Seit dem ersten Handelstag am 5. Januar liegt der SMI bereits wieder 1,6 Prozent im Plus – und der SPI sogar 1,9 Prozent. Viele Anlegerinnen und Anleger stellen sich deshalb die Frage, welchen Titeln der beste Start geglückt ist.
Wenn man die vorläufige Bestenliste anschaut, fällt auf, dass sich eine hohe Spreizung zwischen Standardtiteln und Nebenwerten zeigt. Während die Schwergewichte im SMI mit moderaten, aber stabilen Kursgewinnen ins neue Jahr gestartet sind, stechen im breiter gefassten SPI zahlreiche Titel mit teils sehr hohen Renditen hervor.
SPI: Gesundheitswerte im Fokus
Im SPI dominieren insbesondere Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich. An der Spitze steht Curatis mit einer Rendite von 40 Prozent. Der starke Anstieg ist vor allem auf eine Neubewertung nach einer längeren Schwächephase zurückzuführen, kombiniert mit spekulativen Erwartungen an die Projektpipeline.
Ebenfalls sehr stark präsentiert sich Gurit mit einem Plus von 39 Prozent. Der Werkstoffspezialist wird von Hoffnungen auf eine Belebung der Nachfrage in den Bereichen Windenergie und Leichtbau getragen.
Auf den weiteren Plätzen folgen mit der Tecan und Montana Aerospace zwei Unternehmen, die von strukturellem Wachstum in ihren jeweiligen Märkten profitieren. Während Tecan als Laborausrüster vom anhaltenden Investitionsbedarf im Gesundheitsbereich getragen wird, stützt bei Montana Aerospace die robuste Auftragslage in der Luftfahrtindustrie den Aktienkurs.
SMI: Defensive Stärke und Qualitätstitel gefragt
Im Gegensatz dazu verlief der Jahresstart im SMI deutlich verhaltener. Angeführt wird der Leitindex von Kühne+Nagel, deren Aktie um 4,5 Prozent zulegen konnte. Der Logistikkonzern profitiert von Effizienzprogrammen und der Hoffnung auf eine Stabilisierung des globalen Warenhandels.
Auch im SMI belegen mit Lonza, Roche und Novartis gleich drei Vertreter aus dem Gesundheitssektor die weiteren Spitzenplätze. Die anhaltende Nachfrage nach stabilen Cashflows und Preissetzungsmacht unterstreicht die Rolle der defensiven Pharmatitel als Stabilitätsanker in einem weiterhin von geopolitischen und makroökonomischen Unsicherheiten geprägten Umfeld.
Auch Finanzwerte wie Partners Group und UBS konnten sich im bisherigen Jahresverlauf positiv entwickeln. Zyklischere Titel wie ABB, Geberit oder Richemont zeigen moderate Kursgewinne, was auf eine etwas vorsichtigere Positionierung zum Jahresanfang hindeutet.
Defensive Stärke und Wachstumschancen
Der Jahresauftakt verdeutlicht eine Zweiteilung des Schweizer Aktienmarktes. Einerseits stehen Gesundheitswerte hoch im Kurs – sowohl defensive als auch wachstumsorientierte Titel. Getragen wird der Sektor von einer Innovationsdynamik aufgrund der zunehmenden Anwendungen Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen, was die Gewinnerwartungen vieler Investoren erhöht.
Andererseits sind ausgewählte Industrieunternehmen gefragt. Die grösste Unsicherheit rund um Handelszölle scheint vorerst abgenommen zu haben, während das tiefere Zinsumfeld den Sektor mittelfristig unterstützen dürfte. Gleichzeitig rückt die operative Effizienz der Unternehmen stärker in den Fokus, was sich insbesondere bei gut positionierten Industriewerten positiv auf die Kursentwicklung auswirken kann.
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