Die Dividendensaison steht vor der Tür

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Dividenden sind bei Anlegerinnen und Anlegern beliebt. Auch in diesem Frühling darf man sich wieder über üppige Ausschüttungen freuen. Den Start macht wie üblich das Schwergewicht Novartis.

Publiziert 10. März 2026

Autor

Christian Huber

Funktion Anlageexperte

Beschreibung

Im Frühling erwacht nicht nur die Natur aus ihrem Winterschlaf. Schweizer Unternehmen lassen Investoren an ihren Gewinnen aus dem letzten Geschäftsjahr teilhaben: Die Dividendensaison beginnt. 

In der Schweiz werden Dividenden üblicherweise einmal pro Jahr im Frühling ausbezahlt. Nur ganz wenige Unternehmen weichen von dieser Praxis ab. Der Grossteil der Ausschüttungen fällt auf die Monate März bis Mai. Stolze 88 Prozent der Unternehmen im SPI schütten in diesem Zeitraum ihre Dividenden aus – wiederum die Hälfte davon im April.

Gute Dividendentitel finden: In der Schweiz zahlen viele Unternehmen zuverlässig Dividenden. Wer erhöht bereits seit Jahren die Dividende regelmässig – und wann gilt ein Titel als gute Dividendenaktie? Finden Sie alle wichtigen Angaben auf unserer grossen Übersichtsseite.

Novartis mit Startschuss 

Den Start mit der Auszahlung der Dividenden macht bei den SMI-Titeln wie üblich Novartis. An der Generalversammlung vom 6. März haben die Aktionärinnen und Aktionäre dem Vorschlag des Verwaltungsrates von 3.70 Franken (VJ: 3.50 Franken) zugestimmt. Damit erhöht der Riese aus dem Gesundheitswesen bereits zum 32. Mal in Folge die Dividende. Die Aktie wird am Dienstag, 10. März, ohne Dividendenanspruch gehandelt. Am 12. März wird diese ausbezahlt. 

Noch im März (Ex-Datum: 12. März) wird das zweite Pharma-Schwergewicht Roche folgen. Mit ABB und Givaudan (Ex-Datum: 23. März), sowie Sika (Ex-Datum: 26. März) fallen auch die Dividendenausschüttungen weiterer SMI-Unternehmen in den März, bevor im April auch im Jahr 2025 der Grossteil der Unternehmen Ausschüttungen vornehmen wird. 

Unternehmen wollen Dividenden erhöhen 

Nicht nur die Aussicht auf den bald beginnenden Dividendenfrühling, sondern auch die Aussicht auf höhere Ausschüttungen erhöhen die Vorfreude. Mit Ausnahme von Alcon und Kühne+Nagel schlagen 15 Unternehmen, die bisher ihre Zahlen präsentiert haben, eine höhere Dividende im Vergleich zum Vorjahr vor. Dies ist vorbehaltlich der Zustimmung an der Generalversammlung, die jedoch jeweils nur Formsache ist. 

Besonders üppig fallen die Erhöhungen bei Lonza und UBS aus. Bei der UBS ist jedoch zu beachten, dass die Angaben in US-Dollar sind und der Dollar im letzten Jahr deutlich an Wert eingebüsst hat. Vor diesem Hintergrund ist die Anhebung der Dividende bei Swiss Re nur auf dem Papier. Eine überraschende und kräftige Anhebung gibt es auch bei Swisscom.  Die Dividende soll von 22 auf 26 Franken steigen.  Auch für das nächste Jahr strebt die Swisscom eine Dividendenerhöhung an – von 26 auf 27 Franken.

Nebensaison der Dividenden 

Es gibt aber auch Unternehmen, die ihre Dividenden nicht im Frühling, sondern zu einer anderen Jahreszeit auszahlen. Diejenigen Unternehmen, deren Geschäftsjahr nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmt, veröffentlichen ihre Jahresergebnisse später und schütten auch ihre Dividenden zu einem späteren Zeitpunkt aus. Bekannte Beispiele sind der Luxusgüterkonzern Richemont und der Computerzubehörspezialist Logitech. Beide beglücken ihre Anleger mit einer September-Zahlung. 

USA und UK: Quartalsweise Dividenden üblich

Etwas häufiger, wenn auch damit mit mehr Aufwand verbunden, schütten ausländische Aktien und Genussscheine ihre Dividenden aus. Insbesondere in den USA und Grossbritannien sind quartalsweise Dividendenausschüttungen üblich. Die quartalsweise Berichtserstattung der Unternehmen samt Gewinnbericht, welche der Regulator teilweise fordert, machen es möglich. In der Schweiz ist dies aber nicht Pflicht. Quartalsdividenden sind in der Schweiz die klare Ausnahme und aktuell gibt es keine Titel im SMI, welche solche tätigen.

Fazit

Die bevorstehende Dividendensaison unterstreicht die Stabilität und Ertragskraft vieler Schweizer Unternehmen. Ein Grossteil der Firmen erhöht die Ausschüttungen, was das attraktive Dividendenprofil des Schweizer Aktienmarkts bestätigt. Besonders defensive Schwergewichte wie Novartis, Roche oder Swisscom sorgen für Verlässlichkeit, auch wenn die Aktienkurse einmal ins Schwanken geraten. 

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