VZ Analyse
Unternehmen, die ihre Dividenden während mindestens zehn Jahren ohne Unterbruch erhöht haben, gelten als Dividendenaristokraten. In der Schweiz gehören aktuell 17 Unternehmen zu diesem exklusiven Kreis.
Publiziert 7. Jan. 2026
Beschreibung
Bei der Auswahl von Dividendenaktien reicht der Blick auf die Dividendenrendite, sprich das Verhältnis von Dividende zum Aktienkurs, allein nicht aus. Entscheidend ist auch die Entwicklung der Ausschüttungen über die Zeit. Steigende Dividenden sind ein Hinweis auf stabile Erträge und eine solide Unternehmensführung.
Zuverlässige Erhöhungen
Besonders konsequent zeigen sich Dividendenaristokraten. Sie erhöhen ihre Dividenden seit vielen Jahren kontinuierlich, mindestens über ein Jahrzehnt hinweg. Teilweise werden sogar noch längere Zeiträume als Massstab herangezogen. Diese Verlässlichkeit hebt sie deutlich von anderen Dividendenzahlern ab.
In der Schweiz gehören die Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche zu dieser Gruppe. Daneben gelten mit Geberit, Givaudan, Logitech, Partners Group, Sika und Swiss Life weitere Unternehmen aus dem SMI als Dividendenaristokraten. Damit hat etwa die Hälfte der im SMI gelisteten Unternehmen ihre Dividenden in den vergangenen zehn Jahren jedes Jahr erhöht. Zusätzlich finden sich auch kleinere Firmen unter den Schweizer Dividendenaristokraten.
Hohe Qualität und Stabilität
Die Schweizer Dividendenaristokraten überzeugen durch belastbare Geschäftsmodelle und eine Kultur der Aktionärsorientierung. Ihre kontinuierlich steigenden Ausschüttungen deuten oft auf nachhaltiges Gewinnwachstum und finanzielle Stärke hin. Besonders Nestlé, Novartis, Roche sowie Lindt & Sprüngli stechen hervor. Diese defensiven Werte haben ihre Dividenden seit rund drei Jahrzehnten Jahr für Jahr erhöht. Mit der Immobilienfirma PSP Swiss Property und dem Pharmaauftragsfertiger Siegfried haben im letzten Jahr auch zwei neue Unternehmen den Sprung auf die Liste geschafft.
Nicht mehr dazu zählt hingegen Orior. Die ohnehin hohe Verschuldung des Lebensmittelherstellers ist nach einem weiteren schwachen Jahr weiter gestiegen. Das Unternehmen verzichtet deshalb vollständig auf eine Dividende. Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig eine laufende Überprüfung der Unternehmenszahlen ist, selbst bei Firmen mit langjähriger Dividendenhistorie.
Bei den Aristokraten, insbesondere jenen aus dem SMI, wäre alles andere als eine erneute Dividendenerhöhung dennoch überraschend. Wie hoch die Ausschüttungen ausfallen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Den Auftakt macht traditionell Roche, die am 29. Januar ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorlegt und dabei auch den Dividendenvorschlag präsentiert. Am selben Tag berichten Givaudan und die Berner Kantonalbank. Der Grossteil der übrigen Unternehmen folgt im Februar und Anfang März.
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