VZ Analyse
Das Börsenjahr 2025 ist ein starkes Aktienjahr – nicht nur für den SMI. Der VZ-Jahresrückblick zeigt, an welchen Börsen Anleger am meisten Geld verdienen konnten.
Publiziert 22. Dez. 2025
Beschreibung
Im April schreckten die globalen Aktienmärkte kurzfristig auf: US-Präsident Donald Trump stellte am sogenannten Liberation Day eine umfangreiche Liste mit hohen Zollsätzen vor. Dies führte an den Börsen zu kräftigen Kursrückgängen. Nach Verhandlungsgesprächen und handelspolitischen Annäherungen zwischen den USA und den sanktionierten Staaten nahmen die Aktienmärkte die Rekordjagd jedoch wieder auf.
In der Folge entwickelte sich das Börsenjahr 2025 aus globaler Sicht zu einem starken Aktienjahr. Zahlreiche Märkte erreichten Höchststände und erzielten zweistellige Renditen. Besonders Märkte in Asien und Lateinamerika gehören zu den grossen Gewinnern der Börsenhausse.
Platz 1 krallte sich der südkoreanische Kospi mit einem Plus von 69,3 Prozent. Der Index profitierte hauptsächlich davon, dass die schwergewichteten Chip-Hersteller Samsung Electronic und SD Hynix vom KI-Boom getragen wurden. Ebenfalls ganz vorne befinden sich der kolumbianische und der spanische Leitindex.
Etwas weniger herausragend sehen die Performance-Zahlen aus, wenn man sie aus der Brille eines Schweizer Anlegers betrachtet. Die anhaltende Stärke des Frankens führt dazu, dass ein Teil der Kursgewinne im Ausland währungsbedingt verloren gehen.
Der Unterschied zwischen Lokalwährungs- und Franken-Performance war 2025 ein zentrales Thema und erklärt, weshalb sich die Rangliste der besten und schlechtesten Börsenplätze je nach Betrachtungsweise von der Rangfolge her unterscheidet.
Interessantes Detail: Mit Mexiko gelang es nur einem Börsenplatz, in Franken sogar eine bessere Rendite auszuweisen als in der eigenen Währung - dies, weil der mexikanische Peso sich gegenüber dem Franken leicht aufwerten konnte.
Schweiz: SMI mit überdurchschnittlicher Rendite
Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich im Jahresverlauf stabil und widerstandsfähig, ohne jedoch international herauszuragen. Der SMI erzielte eine Gesamtjahresperformance von 17 Prozent, was in einem Umfeld erhöhter geopolitischer Unsicherheiten als überaus gutes Ergebnis zu werten ist.
Der Schweizer Markt profitierte von defensiven Schwergewichten, stabilen Dividenden und einer vergleichsweise tiefen Volatilität. Gleichzeitig fehlten jedoch die Wachstumsimpulse, die andere Märkte – insbesondere in Asien und Lateinamerika – auszeichneten. Für Schweizer Anleger war der Heimmarkt 2025 damit vor allem ein Stabilisator.
USA: Starkes Aktienjahr – in Franken schwach
Die amerikanischen Aktienmärkte zeigten sich dieses Jahr stark. Der S&P 500 und insbesondere der Nasdaq 100 profitierten von einer anhaltend starken Ertragsentwicklung grosser Technologieunternehmen sowie von strukturellem Wachstum in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Für Schweizer Anleger kam von dieser Entwicklung jedoch nur ein Bruchteil an.
Der Dollar verlor im Jahresverlauf deutlich gegenüber dem Franken, wodurch die in Dollar erzielten Kursgewinne weitgehend aufgezehrt wurden. Während der S&P 500 in Lokalwährung rund 17 Prozent zulegte, resultierte in Franken lediglich eine Rendite im niedrigen einstelligen Bereich. Beim Dow Jones fiel die Franken-Performance trotz eines positiven Aktienjahres sogar nahezu auf null. Das Börsenjahr 2025 unterstrich damit eindrücklich, wie stark US-Aktieninvestments für Schweizer Investoren vom Währungsrisiko abhängen.
Europa: Solide Performance – weniger Währungsstress
Europa präsentierte sich als konstruktives Anlageumfeld. Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte erzielten solide bis sehr starke Renditen, und der negative Währungseffekt gegenüber dem Franken fiel deutlich geringer aus als in den USA. Insbesondere südeuropäische Märkte stachen hervor.
Spanien (IBEX 35) entwickelte sich mit Abstand zum stärksten Markt unter den europäischen Börsenplätzen und gehörte sowohl in Lokalwährung als auch in Franken zu den besten Aktienmärkten des Jahres. Auch Italien (FTSE MIB) profitierte von einer starken Performance im Finanz- und Rüstungssektor. Deutschland und der Euroraum insgesamt erzielten ebenfalls zweistellige Renditen, die in Franken weitgehend erhalten blieben.
Für Schweizer Anleger erwies sich Europa 2025 damit als einer der attraktivsten entwickelten Märkte, da Aktienperformance und Währungsentwicklung in einem vergleichsweise ausgewogenen Verhältnis standen.
Schwellenländer: Die klaren Gewinner des Jahres
Die eindrücklichsten Resultate lieferten 2025 jedoch die Schwellenländer. Neben Südkorea und Kolumbien erzielten vor allem die südamerikanischen Märkte Chile, Mexiko und Brasilien hohe Renditen, die auch aus Sicht von Schweizer Anlegern grösstenteils erhalten blieben.
Die Kombination aus starkem Aktienmarkt und stabiler Währungsentwicklung machte die Schwellenländer zu den klaren Renditesiegern des Jahres, allerdings unter Inkaufnahme erhöhter politischer und volkswirtschaftlicher Risiken.
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