VZ Analyse
Finanzanalysten setzen darauf, dass der KI-Boom weiterläuft. Zu ihren Favoriten gehören deshalb Titel von Unternehmen, die von diesem Trend profitieren könnten.
Publiziert 22. Dez. 2025
Beschreibung
Geht es nach den Analysten, bleibt der KI-Boom intakt. Sie erwarten, dass sich der Trend auch in den kommenden zwölf Monaten fortsetzt. Trotz der jüngsten Verunsicherung an den Märkten halten sie an ihren hohen Kurszielen fest und sehen bei vielen beteiligten Unternehmen weiterhin grosses Potenzial.
Besonders im Fokus steht Oracle. Das Unternehmen gilt als direkter Profiteur des KI-Booms. Nach einem starken Kursanstieg und überraschend guten Ergebnissen geriet die Aktie zuletzt jedoch unter Druck. Grund dafür sind die sehr hohen Investitionen in zusätzliche Rechenkapazitäten, die bei Anlegern Zweifel geweckt haben. Einige Analysten haben ihre Kursziele gesenkt, trauen Oracle aber weiterhin ein Aufwärtspotenzial von fast 60 Prozent zu.
Die Möglichkeit auf höhere Kurse sehen die Analysten auch bei weiteren bekannten Unternehmen. Nvidia, AMD und Broadcom gehören zu den grössten Gewinnern des bisherigen Zyklus. Als Chipproduzenten profitieren sie direkt vom Ausbau der Rechenzentren. Die Analysten rechnen mit einer Verlängerung des Zyklus und erwarten weiteres starkes Wachstum. Auch Amazon und Microsoft stehen auf der Liste. Beide profitieren von der steigenden Nachfrage nach KI-Anwendungen und von ihren Cloud-Dienstleistungen.
Diese IT-Unternehmen konnten ihren Aktienkurs im laufenden Jahr steigern. Eine Ausnahme ist ServiceNow. Nach schwächeren Zahlen im Jahresverlauf geriet die Aktie zusätzlich unter Druck, als die geplante Übernahme des Cybersecurity-Start-ups Armis für rund sieben Milliarden Dollar bekannt wurde. Diese Akquisition hat die Analysten bislang nicht abgeschreckt. Sie trauen der Aktie weiterhin deutliche Kurssteigerungen zu.
Kampf um TV- und Internetkunden
Neben IT-Titeln finden sich auch Unternehmen aus dem Bereich der Kommunikationsdienstleister in der Rangliste. Charter Communications und T-Mobile gehören zu den klassischen Vertretern des Sektors. Beide mussten nach der Präsentation der Ergebnisse spürbare Kursverluste hinnehmen. Netflix nimmt eine Sonderrolle ein. Immer mehr Konsumenten wechseln vom Kabelfernsehen zu Streamingdiensten, und Netflix steht an der Spitze dieser Entwicklung. Mit der geplanten Übernahme von Warner Bros. will das Unternehmen seine Position weiter stärken und sein Angebot um Studios wie HBO erweitern. Die Analysten erwarten, dass Netflix sich trotz starker Konkurrenz durchsetzt und sehen auch hier erhebliches Kurspotenzial.
Was bedeuten die Analysteneinschätzungen?
Aktienanalysten streben danach, durch eine gründliche Untersuchung eines Unternehmens festzustellen, ob eine Investition in dessen Aktien lohnenswert ist. Hierbei werden verschiedene Faktoren berücksichtigt, wie beispielsweise aktuelle Nachrichten, Gespräche mit Unternehmensvertretern und insbesondere die detaillierte Analyse von Geschäftsergebnissen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist das Preisziel, welches anhand von Bewertungsmethoden und den Prognosen des Analysten ermittelt wird. Aufgrund der Sensibilität der verwendeten Bewertungsmodelle gegenüber Änderungen der Annahmen können die Preisziele der verschiedenen Analysten variieren. Dennoch können die durchschnittlichen Preisziele einen Hinweis darauf geben, bei welchem Unternehmen die Experten ein hohes Potenzial sehen.
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