VZ Analyse
Bitcoin polarisiert weiterhin die Analystengemeinde: Die Kursziele für 2026 reichen von 10'000 bis 180'000 Dollar. Der Grund für diese grosse Spannweite liegt in einem Krypto-typischen Problem.
Publiziert vor 3 Stunden
Beschreibung
2025 war für viele Kryptowährungen - unter ihnen auch Bitcoin - ein enttäuschendes Jahr: Bitcoin büsste knapp 7 Prozent ein, obschon im Oktober noch ein Allzeithoch erreicht wurde. Ether gab sogar 11 Prozent nach.
Dabei waren die Prognosen zu Beginn des Jahres überaus optimistisch. Eine Investmentgesellschaft schätzte, dass der Preis für Bitcoin sich mehr als verdreifachen würde. Heute weiss man, dass diese Experten komplett daneben lagen.
Auch für 2026 dominieren optimistische Prognosen
Dennoch bleibt der Optimismus ungebrochen: Einige Analysten erwarten, dass der Bitcoin bis Ende Jahr auf 145'000 bis 180'000 klettert. Das würde einer Rendite zwischen 65 und 105 Prozent entsprechen. Diese Prognosen basieren auf vier zentralen Argumenten:
- Makroökonomisches Umfeld: Für 2026 wird erwartet, dass die US Notenbank (Fed) die Zinsen weiter senkt. Sinkende Zinsen reduzieren die Erträge auf sicheren Anlagen wie US-Staatsanleihen. In einem solchen Umfeld gewinnen riskantere Anlagen
- Rückenwind durch institutionelle Nachfrage: Im Jahr 2025 haben grosse institutionelle Anleger wie das Harvard Endowment und der Staat Abu Dhabi bedeutende Mengen an Bitcoin erworben. Diese umfangreichen Zukäufe stärken das Vertrauen in Bitcoin als ernsthafte Anlageklasse.
- On-Chain-Fundamentaldaten: Kennzahlen der Bitcoin-Blockchain zeigen eine robuste Netzwerkaktivität. Die Anzahl aktiver Adressen und Anzahl Transaktionen deuten darauf hin, dass fundamentale Marktstrukturen intakt sind.
- Technische Indikatoren: Der Bullenmarkt bleibt intakt, weil die kritische Grenze von 75’000 Dollar bislang nicht unterschritten wurde. Diese Schwelle gilt als entscheidend für die Gesundheit des Zyklus. Folglich dürfte die Dynamik des aktuellen Vierjahreszyklus weiter positiv auf den Kurs wirken.
Die Argumente der Pessimisten
Dieser Einschätzung stehen jedoch auch pessimistische Stimmen gegenüber. Diese erwarten einen Kurs per Ende 2026 von gerade mal noch 10'000 US-Dollar. Jene Analysten, die Bitcoin keinen fundamentalen Wert beimessen, würden gar einen Preis von Null erwarten. Daraus resultieren Renditeerwartungen zwischen -89 und -100 Prozent. Pessimistische Prognosen stützen sich auf die folgenden Argumente:
- Anzahl der Krypto-Assets: Heute stehen Bitcoin über 30 Millionen weitere Krypto-Assets gegenüber. Dem enormen Wachstum der Coins steht ein stagnierendem Nachfragewachstum gegenüber. Dieses Überangebot sollte zu einer Kurskorrektur führen.
- On-Chain-Fundamentaldaten: On-Chain-Analysen zeigen, dass seit Mitte 2025 Retailinvestoren zugekauft haben, während Grossinvestoren nur moderat investiert haben. Dies könnte auf Nachfrageschwäche in kritischen Preiszonen hindeuten.
- Technische Indikatoren: Pessimistische Analysten verweisen darauf, dass Bitcoin wichtige technische Unterstützungslevels nach unten durchbrochen hat. Solche Durchbrüche sind ein Signal für einen beginnenden Abwärtstrend.
Fazit
Die Prognosen für Bitcoin bis Ende 2026 gehen weit auseinander. Interessanterweise beruhen sowohl optimistische als auch pessimistische Szenarien teilweise auf denselben Argumenten, etwa On-Chain-Daten oder technischen Indikatoren. Die grosse Spannweite der Erwartungen deutet klar darauf hin, dass Anleger weiterhin mit hoher Volatilität rechnen müssen. Wer investiert, sollte daher ein striktes Risikomanagement und eine breite Diversifikation beachten.
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