Bitcoin oder Bitcoin-Börse: Wie fahren Anleger besser?

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VZ Analyse

Wer vom Wertzuwachs bei Bitcoin profitieren möchte, kann entweder direkt in die Kryptowährung investieren – oder in eine Aktie, die vom Handel profitiert. Was zahlt sich mehr aus?

Publiziert 19. März 2026

Autor

Luca Liebi

Funktion Anlageexperte

Beschreibung

Der Bitcoin gilt oft als Taktgeber des Kryptomarkts. Da viele Handelsplattformen Einnahmen aus dem Kryptogeschäft erzielen, lassen sich in ihren Kursen teilweise Parallelen zum Bitcoin erkennen. Wie stark diese Verbindung wirklich ist, zeigt ein Kursvergleich der vergangenen Jahre anhand von zwei Aktien, die direkt vom Krypto-Handel profitieren: Die Kryptobörse Coinbase sowie die Schweizer Onlinebank Swissquote.

Bitcoin als Wegweiser für die Coinbase-Aktie 

Coinbase ist eine reine Kryptobörse. Das Unternehmen verdient dann, wenn viele Menschen digitale Währungen handeln. Dadurch entsteht eine natürliche Nähe zum Bitcoin. Schaut man auf die Kursbewegungen der letzten Jahre, erkennt man, dass die Coinbase Aktie häufig denselben Weg wie Bitcoin nimmt. Im Vergleich dazu zeigt der breite US Aktienmarkt, gemessen am S&P 500, eine gleichmässigere Entwicklung. Der Unterschied macht deutlich, dass Coinbase stark von der Stimmung im Kryptomarkt beeinflusst wird. Die folgende Grafik zeigt diese Dynamik im direkten Vergleich.

 

Swissquote reagiert auf Bitcoin, aber weniger ausgeprägt

Swissquote bietet seit mehreren Jahren den Handel mit Kryptowährungen an und profitiert auch von dieser Nachfrage. Das zeigt sich auch heute Mittwoch bei der Präsentation der finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Sowohl der Ertrag als auch der Gewinn ist deutlich gestiegen. 

Bei der Schweizer Onlinebank ist über die vergangenen Jahre hinweg der Einfluss des Bitcoins auf die Aktienentwicklung sichtbar. Der Blick auf den Kursverlauf zeigt jedoch, dass diese Verbindung nicht im gleichen Ausmass besteht wie bei einer reinen Kryptobörse. 

Swissquote reagiert stellenweise parallel zu Bitcoin, folgt aber nicht allen Bewegungen gleich stark. Der Vergleich mit dem SPI zeigt, dass Swissquote sich sowohl in eigenen Bahnen entwickelt als auch punktuell auf die Dynamik des Bitcoins reagiert. Die Aktie bewegt sich damit in einem Zwischenbereich: nicht unabhängig, aber auch nicht im selben Rhythmus wie ein reines Kryptounternehmen. Wie diese Bewegungsmuster aussehen, zeigt die nächste Abbildung.

Der Anteil des Kryptogeschäfts 

Ein Blick auf die Geschäftsmodelle erklärt die unterschiedlichen Kursreaktionen. Coinbase erwirtschaftet fast seinen gesamten Umsatz im Bereich digitaler Vermögenswerte und reagiert deshalb besonders stark auf Veränderungen des Bitcoin Preises. Swissquote verdient ebenfalls mit Kryptowährungen, jedoch nur rund 13 Prozent des Umsatzes im Jahr 2024. Da das Kryptogeschäft für Swissquote weniger zentral ist, bewegt sich die Aktie zwar teilweise in dieselbe Richtung wie Bitcoin, allerdings weniger deutlich als bei einer reinen Kryptobörse. 

Zusätzlich beeinflussen weitere Faktoren den Kurs von Swissquote. Die Handelsaktivität der Kundschaft kann stark schwanken. Dies zeigte sich beispielsweise bei den Zollankündigungen von Donald Trump, die zu erhöhtem Handel führten. Auch das Zinsgeschäft und andere Bankdienstleistungen tragen wesentlich zu den Einnahmen bei und verringern die Abhängigkeit vom Kryptomarkt.

Somit zeigt sich: Unternehmen mit breiteren Einnahmequellen reagieren weniger stark auf Bitcoin als Anbieter, die hauptsächlich vom Kryptogeschäft abhängen.

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