Aktien Schweiz Eröffnung: Weitere Verluste - Schwergewichte belasten

vor 12 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Der noch keine Woche alte Iran-Krieg hat die Märkte auch weiterhin im Griff. Dass es für den hiesigen Leitindex SMI erneu abwärts geht, ist für einmal aber vor allem Kursverlusten bei den Pharma-Schwergewichten geschuldet. Denn ein Blick auf die übrigen Börsenplätze in Europa zeigt, dass die Kurse dort zum Wochenschluss eine zaghafte Gegenbewegung wagen. Insgesamt bleibe aber die Verunsicherung an den Finanzmärkten gross. Zuletzt hatten der Iran eine Ausweitung der Gegenangriffe angekündigt, während US-Präsident Donald Trump vom Repräsentantenhaus quasi freie Hand im Iran bekommen hat.

Etwas Entlastung bringen leicht rückläufige Rohölpreise, da die USA verschiedene Optionen zur Bewältigung des Energiekosten-Anstiegs prüfen, den der brachliegende Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus ausgelöst hatte. Die Befürchtung am Markt ist, dass eine anhaltende Ölpreiskrise die Inflation wieder befeuern dürfte. Dies wiederum könnte die Notenbanken dann unter Handlungsdruck bringen.

Schwache Pharmas drücken SMI

Der SMI gibt gegen 09.30 Uhr um 0,47 Prozent auf 13'235,40 Punkte nach. Von den 20 SMI-Titeln notieren nur 13 höher und 7 tiefer. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte legt dagegen um 0,36 Prozent zu auf 3052,93 Punkte, während der breite SPI um 0,47 Prozent auf 18'267,70 Punkte fällt.

Als Bremsklotz erweisen sich die Schwergewichte. Dabei verlieren allen voran die Genussscheine von Roche deutliche 2,8 Prozent. Der Pharmakonzern hatte am Vorabend Studienergebnisse für den Prüfwirkstoff Petrelintide zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas gemeldet. In der Studie der Phase II erreichten Patienten nach 28 Wochen einen mittleren Gewichtsverlust von bis zu 10,7 Prozent. In ihren ersten Kommentaren werten Analysten den Gewichtsverlust als enttäuschend. Novartis (-1,2%) und Nestlé (-0,1%) ziehen den SMI ebenfalls runter.

Dagegen erholen sich Sonova (+1,7%) nach den deutlichen Vortagesverlusten von mehr als 5 Prozent zum Wochenschluss etwas. Schwache Zahlen der Konkurrenz hatte Sorgen geschürt.

Das Nachrichtenaufkommen wird von Zahlen aus den hinteren Reihen dominiert. So geht es nach Zahlen für SFS (+4,7%) aufwärts. Comet (-9,5%) und Mobilezone (-5,1%) fallen zurück und Coltene wurden gar vom Handel ausgesetzt.

hr/to