Aktien Schweiz Eröffnung: Schwächer - Zweifel an der Erholung

vor 10 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Freitag im frühen Handel schwächer. Die Hoffnung auf eine Erholung sei bereits wieder dabei, sich zu verflüchtigen, heisst es am Markt. Denn es gebe Zweifel, dass sich die geopolitischen Brandherde wirklich dauerhaft entspannten. Dies auch, weil der US-Präsident immer wieder für Überraschungen gut sei. Das Misstrauen zeigt sich denn auch darin, dass die Edelmetalle Gold und Silber weiterhin auf Rekordkurs sind und der Franken kaum etwas von seiner Stärke eingebüsst hat.

Am Vortag hatte ein Rahmenabkommen zur Zukunft Grönlands für Zuversicht gesorgt und die Kurse weltweit steigen lassen. Zudem hatte Trump auch die Zollankündigungen gegenüber mehreren europäischen Ländern wieder zurückgenommen. Ausserdem keimten neue Hoffnungen auf ein Ende des Ukrainekriegs auf. Und auch zur US-Notenbank Fed gab es positive News. So äusserte das Oberste Gericht der USA Zweifel an der rechtmässigen Entlassung der Fed-Gouverneurin Lisa Cook. Doch alle diese Fragen seien noch nicht wirklich gelöst, heisst es weiter am Markt. Damit dürfte dieser auch volatil bleiben, heisst es weiter.

Der SMI notiert um 09.18 Uhr um 0,22 Prozent tiefer auf 13'198,94 Punkten. Der 30 Titel umfassende LI ermässigt sich um 0,38 Prozent auf 2139,00 und der breite SPI um 0,28 Prozent auf 18'264,02 Zähler. Im SLI überwiegen die Verlierer (26) die Gewinner (4).

Am Ende der Kurstafel stehen Kühne + Nagel (-1,9%), was Händler mit einer Gegenbewegung nach dem starken Vortag erklären. Holcim büssen 1,3 Prozent ein. Hier belastet die Ratingsenkung auf "Neutral" von "Buy" durch Goldman Sachs.

Klar im Minus stehen auch Lindt & Sprüngli (-1,7%), was ebenfalls mit einem Analystenkommentar erklärt werden kann. Barclays hat das Rating für die Namenaktien von Lindt & Sprüngli in einer Branchenstudie gleich auf "Underweight" von "Overweight" gesenkt. Deutlich im Minus notieren ausserdem Straumann (-1,7%), Partners Group (-1,4%) und Logitech (-1,1%).

Bei den Gewinnern sind Swiss Re (+0,5%), Swisscom, Roche und Novartis (je +0,3%) zu finden.

Auf den hinteren Rängen fallen SFS (+4,8%) auf. Der Metallverarbeiter hat 2025 den Umsatz um 0,6 Prozent auf 3,06 Milliarden Franken gesteigert. Die zurückhaltende Investitionsbereitschaft dämpfe das Geschäft aber weiterhin. Das organische Wachstum betrug 2,9 Prozent.

Deutlich zulegen können nach Zahlen auch Gurit (+9,4%). Dagegen büssen Autoneum (-1,9%) und Mikron (-8,0%) nach Zahlen deutlich an Wert ein.

pre/to