Aktien Schweiz Eröffnung: Etwas fester - Warten auf US-Inflation

vor 13 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Freitag im frühen Handel etwas fester. Die negativen Vorgaben aus den USA habe der Markt schon zum grössten Teil eingepreist, heisst es von Händlern. Am Vortag waren die Kurse von den USA ausgehend aufgrund neuer KI-Sorgen im späten Schweizer Handel noch ins Rutschen geraten. Die Bedenken über die Auswirkungen von KI zögen immer weitere Kreise, heisst es weiter. So ist zuletzt der eigentlich als "KI-resistent" geltende Logistiksektor unter Druck geraten.

Dabei kamen neben den Technologie- und Logistikwerten auch Edelmetalle und die Kryptowährungen unter die Räder. Die Onlinebank Swissquote spricht von einem "Angst selloff" ("Angstverkauf"). Nun warten die Händler auf die US-Inflationszahlen, die um 14.20 Uhr veröffentlicht werden und sehr wichtig für die Geldpolitik der US-Notenbank sind. Bereits bekannt ist die Schweizer Inflation. Diese verharrte im Januar bei +0,1 Prozent.

Der SMI notiert um 09.18 Uhr um 0,31 Prozent höher auf 13'572,38 Punkten. Vor einer Woche beendete der SMI den Handel bei 13'503 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI gewinnt 0,45 Prozent auf 2153,28 und der breite SPI 0,25 Prozent auf 18'720,23 Zähler. 19 SLI-Titel ziehen an und elf geben nach.

Im Fokus stehen die Aktien von Kühne + Nagel (+1,73%), deren Kurs zunächst kräftig gestiegen war, dann aber rasch wieder zurückfiel und sich wieder etwas aufraffen kann. Der Titel war am Vortag wegen der KI-Sorgen um 13 Prozent eingebrochen. Auslöser war eine Meldung des kleinen KI-Logistikunternehmens Algorhythm Holdings, das zuvor unter dem Namen Singing Machine Co. firmierte. Das Unternehmen gab bekannt, dass seine SemiCab-Plattform, die bereits bei Kunden im Einsatz ist, diesen dabei hilft, ihr Frachtvolumen um 300 bis 400 Prozent zu steigern, ohne dass dafür zusätzliches Personal eingestellt werden muss. Am Markt wurde die Kursreaktion allerdings als klar übertrieben beurteilt.

Gefragt sind die Aktien von Lonza (+2,9%), Schindler (+1,9%), Holcim (+1,4%) und Amrize (+0,7%), die sich damit etwas von den jüngsten Einbussen erholen.

Die Aktien von VAT (+2,2%) profitierten vom guten Abschneiden von Applied Materials, deren Aktien nachbörslich kräftig gestiegen waren.

Nestlé (-0,1%) dagegen sind etwas leichter. Grund dafür könnten Gewinnmitnahmen und das schwache Ergebnis von L'Oréal sein. Der Lebensmittelriese ist zu 20,1 Prozent am Kosmetikkonzern beteiligt.

Stärkere Abgaben gibt es bei Sonova (-1,7%). Rivale Cochlear habe schlechte Zahlen veröffentlicht, heisst es am Markt. Sandoz (-1,2%) litten unter Gewinnmitnahmen.

Am breiten Markt brechen Leclanché um 10 Prozent ein. Der Batteriehersteller hat Liquditiätsprobleme.

pre/to