Steuerinventar nach einem Todesfall

In einigen Kantonen meldet sich das Steueramt wenige Tage nach einem Todesfall bei den Erben, um ein Inventar aufzunehmen.

Das Steuerinventar ist die Grundlage für die Berechnung der Erbschaftssteuern. Einige Kantone verzichten auf ein Steuerinventar, wenn offensichtlich ist, dass der Verstorbene überschuldet war, das Vermögen unbedeutend ist, oder wenn es sich bei den Erben ausschliesslich um Personen handelt, die keine Erbschaftssteuern zahlen müssen – was in fast allen Kantonen bei Ehepartnern und direkten Nachkommen der Fall ist.

Das Steueramt ist noch aus einem weiteren Grund interessiert an einem Inventar: Nicht selten kommt nach dem Tod Vermögen zum Vorschein, das der Verstorbene nie versteuert hat. Erben, die im Nachlass des Verstorbenen unversteuerte Vermögenswerte entdecken, müssen diese im Nachlassinventar offenlegen. Sie zahlen dann höchstens für drei Jahre Nachsteuern.

Wenn sich herausstellt, dass sie das Schwarzgeld nicht deklarieren, wird zusätzlich zu den Nachsteuern eine Busse von bis zu 10’000 Franken fällig. Bei sehr schweren Vergehen oder im Wiederholungsfall drohen bis zu 50’000 Franken Busse.

 

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