Eine eigene gemeinnützige Stiftung gründen

Wer einen grösseren Betrag für einen guten Zweck einsetzen möchte, kann eine eigene gemeinnützige Stiftung gründen.

Eine Stiftung kann man entweder schon zu Lebzeiten oder in einem Testament oder einem Erbvertrag begründen. Viele Stifter bevorzugen eine Mischform: Sie errichten ihre Stiftung zu Lebzeiten und statten sie mit der Mindesteinlage von 50’000 Franken aus, um die Beurkundungs- und Notariatskosten tief zu halten. Das erlaubt ihnen, ihre Stiftung nachhaltig zu prägen und gleichzeitig darüber zu wachen, dass alles in ihrem Sinn umgesetzt wird.

Das Stiftungskapital stocken sie Jahr für Jahr auf. Einzahlungen dürfen sie als Spende in der Steuererklärung in Abzug bringen – beim Bund und in den meisten Kantonen im Umfang von bis zu 20 Prozent des Reineinkommens. In ihrem letzten Willen verfügen Stifter, dass aus dem Nachlass weitere Vermögenswerte in die Stiftung fliessen.

Die Überschreibung von Vermögen auf eine Stiftung kann man nicht widerrufen, und Entnahmen für den persönlichen Bedarf sind nicht zulässig. Wenn Sie einen Teil Ihres Vermögens schon zu Lebzeiten weitergeben möchten, sollten Sie Ihre Finanzen deshalb langfristig und sorgfältig planen, damit Sie später nicht in Geld- oder Existenznot geraten.

Merkblatt: Eine eigene Stiftung gründen – das sollten Sie wissen

Diese Seite teilen