Geldanlagen

Was bedeutet ein Wirtschaftsabschwung für Aktien?

Anlegerinnen und Anleger haben sich zuletzt vermehrt gefragt, ob die wichtigen Wirtschaftsräume in den kommenden Monaten in eine Rezession rutschen. Eine VZ-Analyse zeigt: Ein Wirtschaftsabschwung kann mittelfristig positiv für die Aktienkurse sein. 

Nino Zebiri

Anlageexperte
Publiziert am
12. Oktober 2022

Insbesondere in den Vereinigten Staaten sprechen die sehr solide Verfassung des Arbeitsmarktes mit anhaltend hohem Wachstum an neugeschaffenen Stellen sowie die steigende Kreditvergabe aktuell gegen eine wirtschaftliche Kontraktion. So präsentiert sich die Situation in Europa aufgrund der Energiekrise und der geopolitischen Spannungen schlechter.

Dennoch macht bereits heute der Begriff einer «technischen Rezession» in den USA die Runde. Damit wird die Situation bezeichnet, wenn das Bruttoinlandprodukt (BIP) in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen schrumpft. Dies war in den USA sowohl im ersten wie auch im zweiten Quartal 2022 der Fall. Als Rezession wird grundsätzlich als erheblicher Rückgang der Wirtschaftstätigkeit bezeichnet, wenn dieser sich über die gesamte Wirtschaft erstreckt und länger als einige Monate anhält.

Sollte es im kommenden Jahr tatsächlich zu einer grösseren Rezession in den USA kommen, würde dies interessanterweise zum aktuellen Zeitpunkt eine Renditechance darstellen.

Das VZ VermögensZentrum hat die Entwicklung der Börsenkurse in den Rezessionen der letzten rund 80 Jahre analysiert. Die Auswertungen zeigen, dass sich der S&P 500 Index vor allem im Zeitraum 12 Monaten vor dem offiziellen Rezessionsstart bis sechs Monate danach negativ entwickelt hat. Bereits 12 Monate nach Beginn einer Rezession stand der S&P 500 im Median rund 7 Prozent höher. Nach drei Jahren betrug das Plus im Median bereits 26 Prozent.

Ob die aktuelle Schwäche des amerikanischen BIP als offizielle Rezession eingestuft wird, wird vom National Bureau of Economic Research (NBER) bestimmt. Das NBER ist ein Gremium von acht namhaften Ökonomen verschiedener US-Universitäten. Neben der Entwicklung des BIP beachten die Ökonomen eine Reihe von weiteren Indikatoren aus dem Arbeitsmarkt, dem Konsumverhalten sowie der Industrieproduktion.

Bis das NBER eine Rezession bestätigen würde, wäre die laufende Kontraktion allerdings bereits sechs bis neun Monate alt. Gemäss dem historischen Kursverhalten läge dann die laufende Börsenkorrektur bereits zu einem guten Teil hinter uns.

Deshalb und weil sich die Märkte nach grösseren Korrekturen oft rasch erholen, ist es nicht sinnvoll, die Aktiengewichtungen wegen der Angst vor einer Rezession deutlich zu verändern. Zudem sprechen die anhaltend hohen Inflationsraten dafür, Anlagen mit einer attraktiven langfristigen Rendite zu halten, um dem drohenden Kaufkraftverlust entgegenzuwirken.

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