Versicherungen

Steuern, Versicherungen und Co.: Diese Termine sollten Sie im Griff haben

Wer seine Finanztermine im Griff hat, kann viel Geld sparen. Es lohnt sich daher auch in diesem Jahr, keine Fristen zu verpassen. Diese Termine sollten Sie sich dick in der Agenda anstreichen.

Simon Riedweg
Steuerspezialist
Publiziert am
02. Januar 2024

Wer Geld sparen möchte, sollte seine Finanzen schon Anfang Jahr richtig planen. Ob Steuern, Krankenkasse und Versicherungen oder Hypothek: Dieser Fahrplan hilft dabei, an alles zu denken:

Steuern

Das Ausfüllen der Steuererklärung ist für die meisten eine lästige Pflicht. Jetzt flattern dann die Formulare schon bald wieder in die Briefkästen. Man sollte seine Steuererklärung rechtzeitig einreichen (siehe Tabelle unten). Wer mehr Zeit benötigt, kann die Frist verlängern – ohne Nachteile. Allerdings sollte man nicht zu lange warten, damit man die abgezogene Verrechnungssteuer früher zurückbekommt.
 

Merkblatt

Finanzfahrplan 2024: Alle Termine auf einen Blick

Dieses Merkblatt hilft Ihnen, an alles zu denken und keine Frist mehr zu verpassen.

Tipp: Es lohnt sich, die Steuererklärung sorgfältig auszufüllen. Nutzen Sie alle Möglichkeiten für Abzüge. So senken Sie das steuerbare Einkommen und damit die Steuerbelastung. Die wichtigsten Ansatzpunkte sind die Altersvorsorge, Geldanlagen und Liegenschaften.

Hypotheken

Bei einigen Banken muss man auch Festhypotheken bis zu sechs Monate im Voraus kündigen, obwohl sie einen fixen Ablauftermin haben. Oft nehmen Bank erst kurz vor dem Ablauf einer Hypothek mit den Kunden Kontakt auf. Für den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter ist es dann zu spät. Darum sollte man die Anschluss-Finanzierung am besten ein Jahr vor dem Ablauf aufgleisen.

Versicherungen

Die meisten Menschen möchten sich finanziell so gut wie möglich schützen für den Fall, dass ihnen etwas zustösst oder etwas beschädigt wird – verständlich. Doch Vorsicht: Viele Versicherungen sind überflüssig, überteuert – oder beides. Es lohnt sich daher, die Prämien und Leistungen rechtzeitig zu vergleichen. Die Verträge verlängern sich in der Regel automatisch. Wer zu einem günstigeren Anbieter wechseln möchte, muss deshalb selbst aktiv werden und den Wechsel meist bis Ende März oder Ende September einleiten.
 

Krankenkasse

Krankenkassenprämien sind für viele ein wesentliches Budgetposten. In der Grundversicherung sind die Leistungen bei allen Krankenkassen identisch. Trotzdem gibt es grosse Prämienunterschiede. Bei den freiwilligen Zusatzversicherungen unterscheiden sich zusätzlich auch die Leistungen: Jede Krankenkasse bestimmt selber, was sie anbieten möchte und was nicht. Daher drängt sich ein Vergleich auf.

Es lohnt sich, die Krankenkasse jeden Herbst zu überprüfen. Freiwillige Zusatzversicherungen kann man bis Ende September wechseln, die obligatorische Grundversicherung bis Ende November.

Wertschriften

Einmal im Jahr sollte man prüfen, ob die Anlagestrategie noch mit dem Risikoprofil übereinstimmt – also der persönlichen Risikofähigkeit und -bereitschaft. Eine klar definierte Anlagestrategie ist entscheidend für den langfristigen Anlageerfolg.

Die Erfahrung zeigt, dass viele Anleger zu grosse Risiken eingehen, sich von Schwankungen an den Börsen zu hektischen Umschichtungen verleiten lassen und zu hohe Gebühren zahlen. All das geht zu Lasten der Rendite.

Tipp: In den nächsten Wochen bekommen Sie den Depotauszug Ihrer Bank zugeschickt. Ein genauer Blick darauf ist viel Geld wert.

Vorsorge

Geld, auf das man nicht angewiesen ist, kann man für seine Altersvorsorge nutzen. Einzahlungen in die Säule 3a sind attraktiv: Die Einzahlung geht vom steuerbaren Einkommen weg, das Guthaben versteuert man nicht als Vermögen und die Zinserträge nicht als Einkommen. Der Maximalbetrag für Einzahlungen in die Säule 3a bleibt 2024 gleich:

  • Erwerbstätige mit Pensionskasse können bis zu 7056 Franken in die Säule 3a einzahlen.
  • Bei Erwerbstätigen ohne Pensionskasse sind es 20 Prozent des Nettoeinkommens oder maximal 35'280 Franken.

Tipp: Wenn Sie können, sollten Sie den Zinseszinseffekt für sich nutzen – und bereits Anfang statt Ende Jahr Ihre jährlichen Sparbeiträge überweisen. Ein Vergleich zeigt: Wer immer schon zu Beginn des Jahres in die 3a-Lösung mit Wertschriften einzahlt, hat nach 30 Jahren dank des Zinseszinseffekt rund 10'000 Franken mehr in seiner dritten Säule als jemand, der die Sparbeiträge erst Ende Jahr überweist.

Sie möchten Ihre Termine im Griff haben? Mit dem kostenlosen Merkblatt zum Finanzfahrplan sehen Sie alle Termine auf einen Blick. Oder sprechen Sie mit einer Fachperson im VZ in Ihrer Nähe