Geldanlagen

So nachhaltig legen Herr und Frau Schweizer ihr Geld an

Die allermeisten Portfolios von Schweizer Anlegern schneiden im Nachhaltigkeits-Check des VZ gut ab. In einem Punkt weisen jedoch zahlreiche Depots Handlungsbedarf auf.

Karl Flubacher
Geschäftsleiter Region Nordwestschweiz und Westschweiz

Anlegerinnen und Anleger in der Schweiz nehmen Nachhaltigkeit beim Geldanlegen ernst. So schneiden alle untersuchten Portfolios gut bis sehr gut ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des VZ zu diesem Thema, die im Rahmen der Depot-Checks erstmals durchgeführt wurde.

Das Interesse an den neuen Nachhaltigkeits-Checks des VZ zeigt, dass seit einiger Zeit immer mehr Anleger neben der klassischen Rendite-Risiko-Betrachtung auch die Frage interessiert, wie nachhaltig ihre Investitionen aufgestellt sind.

VZ-Studie

Anlegerverhalten in der Schweiz 2023

In dieser neuen Studie weist das VZ nach, dass der Einsatz von Einzeltiteln zu einer schlechteren Performance des Depots führt.

Bei dieser Beurteilung stützt sich das VZ auf die beiden global führenden und mehrfach ausgezeichneten Ratinganbieter MSCI ESG Research und Morningstar/ Sustainalytics. Hierbei fliessen über 300 Kriterien in die Nachhaltigkeitsanalyse ein. Auf diesen Daten basiert das VZ Nachhaltigkeitsprofil. Damit soll sichergestellt werden, dass das VZ sowohl Unternehmen wie Staaten bei Aktien und Obligationen möglichst breit abgestützt und objektiv beurteilen kann.

Das VZ Nachhaltigkeitsprofil bewegt sich zwischen 1 (sehr tiefe Nachhaltigkeit) und 20 (sehr hohe Nachhaltigkeit).

Trotz des guten Abschneidens aller untersuchten Depots gibt es sehr wohl bei 83 Prozent einen Handlungsbedarf. Ein solcher Fall tritt unter anderem ein, wenn kein Anlageprodukt mit einem expliziten ESG-Fokus eingesetzt wird oder die CO2-Intensität im Vergleich zum Weltaktienindex MSCI All Country World (MSCI ACWI) nur geringfügig abnimmt oder gar zunimmt. Im vorliegenden Fall hat das VZ als zusätzliche Dimension die CO2-Intensität hinzugenommen. Diese gibt an, wie viel Kohlendioxid bei der Verbrennung eines Energieträgers pro erzeugter Energiemenge entsteht.

Als Vergleich dient der MSCI ACWI, der global rund 3000 Firmen umfasst. Als gut werden Anlageprodukte eingestuft, die im Vergleich zum Index eine tiefere CO2-Intensität aufweisen. Zum Vergleich: Der US-Tech-Index Nasdaq 100 hat eine um 70 Prozent tiefere CO2-Intensität als der MSCI ACWI. Auch der Swiss Performance Index (SPI) schneidet besser ab.

Hier unterschieden sich die Depots stark. Während die besten 25 Prozent der Portfolios eine deutliche Reduktion der CO2-Intensität aufwiesen, stieg diese bei den schlechtesten 25 Prozent gar an. Weil es die erste systematische Datenerhebung dieser Art ist, lassen sich die Ergebnisse noch zu wenig einordnen. Deshalb wird das VZ auch in den kommenden Jahren den Nachhaltigkeits-Check detailliert auswerten.

Seit über zehn Jahren können Anlegerinnen und Anleger bei den unabhängigen Experten des VZ eine Zweitmeinung zu den eigenen Depots einholen. Im Jahr 2021 analysierte das VZ mehr als 2700 Depots mit einem Gesamtvermögen von fast 2,5 Milliarden Franken – ein Rekordwert. Diese Zahlen zeigen, dass Anleger eine unabhängige Meinung bei der Beurteilung ihrer Wertschriftendepots immer häufiger wünschen.

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