Geldanlagen

So holen Sie mehr aus Ihrer Säule 3a raus

Wer noch nicht in die Säule 3a einbezahlt hat, sollte dies noch vor dem Jahresende nachholen. Aber aufgepasst: Mit den falschen Produkten verpasst man viel Rendite.

Romina Mutter

Vorsorgespezialistin
Publiziert am
16. November 2022

Last call für Ihre private Vorsorge: Wer noch nicht das Maximum von 6883 Franken für das laufende Jahr einbezahlt hat und die Möglichkeit hat, zumindest einen Teil des Restbetrags einzubezahlen, sollte dies bis um den 15. Dezember herum erledigen. So hat man die Gewähr, dass der Betrag noch vor Silvester auf dem eigenen 3a-Konto oder -Depot gutgeschrieben wird. Denn je nach Einkommen und Steuersatz lässt sich mit der Säule 3a viel Geld sparen.

Gleichzeitig sollte man gut schauen, in welche 3a-Lösung man investiert. Denn wer für das Alter vorsorgt, ist auf Rendite angewiesen. Mit einem 3a-Konto gelingt das heute nicht mehr. Im Durchschnitt zahlen die Banken pro Jahr nicht einmal mehr 0,1 Prozent Zins auf 3a-Konten, wie ein Vergleich des VZ bei Dutzenden von Banken zeigt. Bei so tiefen Zinsen fällt der Effekt des Zinseszinses nahezu weg. Diese 3a-Guthaben wachsen praktisch nur noch durch die Einzahlungen der Sparer.

Wer steuerbegünstig für das Alter sparen möchte, setzt deshalb besser auf eine Wertschriftenlösung. Viele Banken bieten 3a-Wertschriftenlösungen an. Dabei wird das Guthaben in Aktien, Obligationen und andere Wertpapiere investiert. Gesetzlich erlaubt ist ein Aktienanteil von 50 Prozent: Doch dank einer Erweiterung der Anlagemöglichkeiten ist es für Vorsorgesparer mit ausreichend hoher Risikotoleranz heute auch möglich, eine Anlagestrategie mit höherem Aktienanteil zu wählen.

Bei den Wertschriftenlösungen lohnt es sich aber, genau hinzuschauen, welche Verwaltungsgebühren bei den Banken anfallen. Hier gibt es teilweise grosse Unterschiede. Und hohe Kosten gehen – vor allem bei einer langfristigen Geldanlage wie der Säule 3a – zulasten der Rendite.

Das Beispiel zeigt, dass alleine dank 3a-Lösungen mit tiefen Gebühren über die Jahre Tausende von Franken mehr in der Säule 3a angespart werden können. Hier wurde eine aktiv gemanagte Lösung mit einem passiv verwalteten 3a-Depot verglichen. Wegen der höheren Kosten von aktiven Anlagefonds fällt die angenommene Jahresrendite mit 3,25 Prozent tiefer aus als bei einer passiven ETF-Lösung (3,82 Prozent).

Indexfonds wie ETF haben zum Ziel, einen Index 1:1 abzubilden. Im Unterschied zu herkömmlichen Anlagefonds verzichten sie auf ein aktives Management, das mit dem Kauf und Verkauf von Titeln eine Mehrrendite gegenüber dem entsprechenden Index zu erzielen versucht. Deswegen sind sie günstiger.

Ein weiterer Vorteil: Der Anleger erhält immer die Marktrendite. Die meisten aktiven Fonds schaffen es dagegen aufgrund ihrer höheren Gebühren nicht, ihren Vergleichsindex auf Dauer zu schlagen – mit diesem Versprechen werden jedoch die höheren Gebühren begründet. Ein Versprechen aber, das nicht eingehalten werden kann.

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