Vorsorge

Säule 3a: Darum lohnt es sich, den Rhythmus zu wechseln

Die Säule 3a ist für viele das wichtigste Sparinstrument. Den wenigsten ist aber bewusst, wie viel Geld sie verlieren, wenn sie erst Ende Jahr einzahlen.

Sara Neuweiler
Anlageexpertin
Publiziert am
22. Januar 2024

Je früher man anfängt zu sparen, desto schneller gibt es Zins und Zinseszinsen. Das wissen die meisten Sparerinnen und Sparer. In der Säule 3a machen viele genau das Gegenteil: Sie zahlen so spät wie möglich ein. Das ist schon fast ein Ritual – ein kostspieliges.

Merkblatt

Tipps zur Säule 3a

Das Merkblatt informiert, wo und wann sich Einzahlungen am meisten lohnen, und wie man am besten vorgeht.

Klar: Ende Jahr ist der Druck da, weil die Frist abläuft. Viele zahlen ihren 3a-Beitrag im Dezember noch rasch ein, damit sie ihn im laufenden Steuerjahr geltend machen und ihr steuerbares Einkommen senken können. Den Zins für das ganze Jahr haben sie aber schon verpasst.

Früh einzahlen lohnt sich

Eine Säule 3a, die effizient investiert ist, rentiert langfristig deutlich besser als etwa ein Sparkonto. Wenn dazu noch der Zinseszinseffekt kommt, geht die Schere über die Jahre immer weiter auf. Ein Beispiel: Wer mit günstigen Indexfonds wie ETF vorsorgt und immer Anfang Jahr einzahlt, hat schon nach fünf Jahren rund 1400 Franken mehr als jemand, der erst Ende Jahr einzahlt. Nach 20 Jahren sind es fast 7300 Franken mehr (Tabelle).
 

Mit der Säule 3a spart man langfristig. Wer Jahr für Jahr spät einzahlt, verzichtet über Jahrzehnte immer wieder auf eine ganze Jahresrendite auf dem einbezahlten Betrag. Darum sollte man konsequent Anfang Jahr in die Säule 3a einzahlen, statt das Geld auf einem schlecht verzinsten Konto stehen zu lassen.

Umdenken zahlt sich aus

Es kann wehtun, den Rhythmus anzupassen und den 3a-Beitrag innert kurzer Zeit zweimal zu überweisen – und nicht alle haben Anfang Jahr so viel Geld zur Verfügung. Nach der Umstellung kann man das Potenzial der Zinseszinsen aber voll ausschöpfen.

Tipp: Sie müssen den Rhythmus Ihrer Einzahlungen nur einmal ändern, um später mehr Geld zum Leben zu haben. Nutzen Sie eine Erbschaft oder Ersparnisse, die Sie länger nicht brauchen. Oder legen Sie ab 2024 jeden Monat etwas auf die Seite, um den Wechsel im nächsten oder übernächsten Jahr zu finanzieren. Es lohnt sich für Sie.

Bereits in jungen Jahren beginnen

In die Säule 3a dürfen alle einzahlen, sobald sie ein AHV-pflichtiges Einkommen verdienen. Darum sollte man so früh wie möglich beginnen und kein Jahr auslassen – auch um seine Steuern zu optimieren. Verpasste Einzahlungen kann man nämlich bislang nicht nachholen. Allerdings hat der Bundesrat Ende November 2023 entschieden, dass er künftig nachträgliche Einkäufe in die Säule 3a ermöglichen will. Wann und wie die Vorlage umgesetzt wird, ist aber noch offen.

Bereits in jungen Jahren in die Säule 3a einzuzahlen, lohnt sich. So kommt bis zur Pensionierung ein stattliches Vermögen zusammen. Wer beispielsweise ab 30 den aktuellen Maximalbetrag von 7056 Franken einzahlt, kann bei einer jährlichen Rendite von 2 Prozent bis zur Pensionierung mit 65 knapp 360'000 Franken ansparen. Ein heute 40-Jähriger kommt noch immer auf 230'000 Franken und eine 50-Jährige kann knapp 125'000 Franken zur Seite legen.

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