Vorsorge

Finanzen 2023: Diese Termine sollten Sie sich jetzt eintragen

Auch dieses Jahr zahlt es sich aus, keine Fristen zu verpassen. Wichtig: In der Säule 3a und bei der AHV gelten neue Zahlen.

Karl Flubacher

Geschäftsleiter Region Nordwestschweiz und Westschweiz
Publiziert am
01. Januar 2023

Wer Geld sparen möchte, sollte seine Finanzen schon Anfang Jahr richtig planen. Dieser Fahrplan hilft Ihnen, an alles zu denken:

Hypotheken

Bei einigen Banken muss man auch Festhypotheken bis zu sechs Monate im Voraus kündigen, obwohl sie einen fixen Ablauftermin haben. Oft nehmen Banken erst kurz vor dem Ablauf einer Hypothek Kontakt mit Kunden auf. Für den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter ist es dann zu spät. Gleisen Sie darum die Anschluss-Finanzierung am besten ein Jahr vor dem Ablauf auf.

Merkblatt

Finanzfahrplan 2023: Alle Termine auf einen Blick

Dieses Merkblatt hilft Ihnen, an alles zu denken und keine Frist mehr zu verpassen.

Steuern

Reichen Sie Ihre Steuererklärung rechtzeitig ein (siehe auch Tabelle unten). Verlängern Sie die Frist, wenn Sie mehr Zeit benötigen. Das hat keine Nachteile für Sie. Warten Sie aber nicht zu lange, damit Sie die abgezogene Verrechnungssteuer früher zurückbekommen.

Tipp: Nutzen Sie alle Möglichkeiten für Abzüge. So senken Sie das steuerbare Einkommen und damit die Steuerbelastung. Die wichtigsten Ansatzpunkte sind die Altersvorsorge, Geldanlagen und Liegenschaften.

Versicherungen

Viele Versicherungen sind überflüssig oder überteuert – oder beides. Vergleichen Sie rechtzeitig die Prämien und Leistungen. Die Verträge verlängern sich in der Regel automatisch. Sie müssen deshalb selbst aktiv werden. Den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter müssen Sie meist bis Ende März oder Ende September einleiten.

Krankenkasse

In der Grundversicherung sind die Leistungen bei allen Krankenkassen identisch. Bei den freiwilligen Zusatzversicherungen gibt es grosse Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern. Freiwillige Zusatzversicherungen kann man bis Ende September wechseln, die obligatorische Grundversicherung bis Ende November.

Wertschriften

Überprüfen Sie, ob Ihre Anlagestrategie noch mit Ihrem Risikoprofil, Ihren Anlagezielen und der aktuellen Marktsituation übereinstimmt.

Altersvorsorge

Nutzen Sie Geld, auf das Sie nicht angewiesen sind, für Ihre Altersvorsorge. Einzahlungen in die Säule 3a sind attraktiv: Die Einzahlung geht vom steuerbaren Einkommen weg, das Guthaben versteuern Sie nicht als Vermögen und die Zinserträge nicht als Einkommen. Der Maximalbeitrag für Einzahlungen in die Säule 3a wurde über den Jahreswechsel erhöht. 2023 gilt neu:

  • Erwerbstätige mit Pensionskasse können bis zu 7056 Franken in die Säule 3a einzahlen.
  • Bei Erwerbstätigen ohne Pensionskasse sind es 20 Prozent des Nettoeinkommens oder maximal 35’280 Franken.

Übrigens: Auch in der AHV haben auf Anfang 2023 hin wichtige Parameter gewechselt. Die Minimalrente wurde um 30 Franken erhöht und beträgt neu 1225 Franken im Monat, die Maximalrente um 60 Franken auf 2450 Franken. Ehepaare erhalten zusammen höchstens 3675 Franken pro Monat, das sind 90 Franken mehr als noch im 2022.

Tipp: Um Lücken zu vermeiden, sollten Sie alle fünf Jahre prüfen, ob Ihre Beiträge korrekt überwiesen wurden. Und lassen Sie Ihre Rente ab 55 im Voraus von der AHV berechnen. Tauchen Ungereimtheiten erst bei der Pensionierung auf, kann sich die Auszahlung der Rente verzögern.

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