Vorsorgeauftrag: Wer soll im Notfall entscheiden?

Im Vorsorgeauftrag halten Sie fest, wer Sie vertritt und wer sich um Ihr Geld kümmert, falls Sie eines Tages nicht mehr selbst entscheiden können.

Ein Unfall oder eine schwere Krankheit kann jeden treffen. Plötzlich kann man nicht mehr für sich selbst sorgen oder wichtige Entscheidungen treffen. Wer nicht rechtzeitig handelt, überlässt es den Behörden, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen.

In so einem Fall kommt die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) ins Spiel. Sie muss von Gesetzes wegen die Urteilsunfähigkeit der betroffenen Person feststellen und prüfen, ob eine Beistandschaft erforderlich ist. Ist das der Fall, bestimmt die KESB einen Beistand, den sie für geeignet hält.

Auch Ehepaare sollten sich absichern

Wer nicht möchte, dass im Notfall die Behörde entscheidet, kann einen Vorsorgeauftrag verfassen, solange er urteils- und handlungsfähig ist. Darin wird festgehalten, wer für die finanziellen und persönlichen Angelegenheiten zuständig ist und wer die rechtliche Vertretung übernimmt.

Auch Ehepaare sollten ihren Handlungsspielraum mit einem Vorsorgeauftrag erweitern. Dem Ehepartner steht zwar von Gesetzes wegen ein Vertretungsrecht zu. Es umfasst aber nur:

  • Rechtshandlungen zur Deckung des Unterhaltsbedarfs
  • Die ordentliche Verwaltung des Einkommens und Vermögens
  • Für weitergehende Rechtshandlungen braucht auch der Ehepartner die Zustimmung der KESB

So verfassen Sie einen Vorsorgeauftrag

Diese Seite teilen