Ungenügende Vorsorge bei Tod und Invalidität

Viele gehen davon aus, dass sie gut abgesichert sind, wenn sie invalid werden oder sterben. Häufig fliesst aber viel weniger Geld als erwartet, wie Hunderte von Vorsorge-Checks zeigen.

Das VZ VermögensZentrum durchleuchtet regelmässig die Vorsorge von Hunderten Haushalten. Die Auswertung dieser Vorsorge-Checks zeigt: Die Wenigsten wissen, wie sie und ihre Familie finanziell dastehen, wenn sie invalid werden oder sterben. Viele gehen fälschlicherweise davon aus, dass sie in so einem Fall gut abgesichert sind.

Konkubinat: Mehr als die Hälfte der Konkubinatspaare mit gemeinsamen Kindern ist schlecht abgesichert, wenn ein Partner invalid wird oder stirbt. Weder die AHV noch die obligatorische Unfallversicherung des Arbeitgebers zahlt eine Rente, und nur ein Teil der Pensionskassen sehen Leistungen vor. Dem Konkubinatspaar in der Tabelle fehlen je nachdem bis zu 73'000 Franken pro Jahr.

Konkubinat: Das müssen Sie wissen

Konkubinat: Im Todesfall fehlt viel Geld

Tod des Hauptverdieners; 1 Kind; Lohn 100'000 Franken; AHV-Rente 28'440 Franken; gesetzliche UVG-Leistungen; versicherter PK-Lohn 75'115 Franken; Lebenspartnerrente PK 50%; PK-Kinderrente 10%; Angaben in Franken
    Todesfall: Krankheit Todesfall: Unfall
AHV Witwen-/Witwerrente 0 0
  Kinderrente 11'376 11'376
BVG Lebenspartnerrente 37'558 -
  Kinderrente 7'512 -
UVG Witwen-/Witwerrente - 0
  Kinderrente - 15'000
Total Jahresrente 56'446 26'376
./. Jahreseinkommen 100'000 100'000
Finanzielle Lücke pro Jahr -43'554 -73'624

Erwerbsausfall: Bei mehr als der Hälfte der Haushalte mit einem Hauptverdiener muss dieser sein Pensum reduzieren, wenn sein Partner invalid wird. Die wenigsten berücksichtigen diese Lohneinbusse bei ihrer Vorsorge. Unter Umständen führt das zu grossen Lücken.

Unfall: Jede vierte Person mit höherem Einkommen ist bei einem Unfall ungenügend abgesichert. Denn die obligatorische Unfallversicherung deckt nur Lohnteile bis 148'200 Franken ab. Und nicht jeder Arbeitgeber hat für seine Mitarbeitenden eine Unfall-Zusatzversicherung abgeschlossen, die Lohnteile über 148'200 Franken versichert.

Selbstständige: Jede sechste selbstständige Person ist nur in der AHV/IV versichert. Stösst ihr etwas zu, sind die Einbussen massiv – bei Invalidität, Tod und nach der Pensionierung.

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