So verfassen Sie einen Vorsorgeauftrag

Ein Vorsorgeauftrag muss wie ein Testament eigenhändig verfasst, datiert und unterschrieben werden. Oder man muss ihn öffentlich beurkunden lassen. Zum Zeitpunkt der Errichtung eines Vorsorgeauftrags muss man handlungsfähig sein, also volljährig und urteilsfähig.

In einem Vorsorgeauftrag regeln Sie idealerweise die Vertretung in allen drei Teilgebieten:

  • Personensorge
  • Vermögenssorge
  • Rechtsvertretung

Die Personensorge umfasst vor allem Aufgaben in Bezug auf die tägliche Betreuung und Pflege sowie medizinische Entscheidungen. Die Personensorge können Sie nur an eine natürliche Person übertragen, zum Beispiel an den Ehe- oder Lebenspartner.

Mit der Vermögenssorge und Rechtsvertretung können Sie auch juristische Personen beauftragen wie beispielsweise Treuhänder, Anwälte, Banken oder gemeinnützige Organisationen.

Wenn Sie Ihre Urteilsfähigkeit verlieren, sorgen die eingesetzten Personen oder Organisationen für Ihr persönliches Wohl. Sie verwalten Ihr Vermögen und vertreten Sie im Rechtsverkehr. Die beauftragten Personen oder Organisationen müssen im Vorsorgeauftrag namentlich genannt und ihre Aufgaben sollten möglichst genau umschrieben sein.

Wenn Sie urteilsunfähig werden und einen Vorsorgeauftrag ausgestellt haben, muss die Erwachsenenschutzbehörde rasch davon erfahren. Am besten lassen Sie deshalb beim Zivilstandsamt eintragen, wo Ihr Auftrag hinterlegt ist.

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