Die Säule 3a

Die Altersvorsorge stützt sich auf die drei Säulen AHV, Pensionskasse und private Vorsorge, deren Leistungen im Alter das wegfallende Erwerbseinkommen ersetzen sollen. Zusätzlich zu den obligatorischen Beiträgen an die 1. und 2. Säule bauen immer mehr Erwerbstätige freiwillig in der 3. Säule Vermögen auf.

Mit gutem Grund: Der Gesetzgeber sieht zwar vor, dass AHV- und Pensionskassenleistungen die Weiterführung des gewohnten Lebensstandards im Alter ermöglichen sollen. Das ist aber je länger je weniger der Fall. Die Pensionskassen-Renten sind in den letzten Jahren gesunken und vielfach nicht an die Teuerung angepasst worden. Und der Druck auf die PK-Renten hält an: Wer in zehn, zwanzig Jahren oder noch später pensioniert wird, muss mit nochmals tieferen Leistungen rechnen. Um eine Einkommenslücke nach der Pensionierung decken zu können, sollten Erwerbstätige deshalb frühzeitig damit beginnen, Vermögen anzusparen.

Vermögen aufbauen und Steuern sparen

Mit der Säule 3a profitieren Vorsorgesparer steuerlich mehrfach. Erwerbstätige können ihre jährlichen Säule-3a-Beiträge bis zum gesetzlich festgelegten Maximalbetrag von ihrem steuerbaren Einkommen abziehen. Das Säule-3a-Guthaben sowie dessen Zinsen und Erträge sind von der Vermögens- und der Einkommenssteuer befreit. Ausserdem sind Säule-3a-Guthaben erst bei der Auszahlung steuerbar. Zudem ist der Steuersatz niedriger als jener, der beim Einkommen angewendet wird.

Wer im Jahr wie viel einzahlen darf

In die Säule 3a einzahlen dürfen nur Erwerbstätige. Arbeitslose können 3a-Beiträge einzahlen, solange sie Taggelder der staatlichen Arbeitslosenversicherung beziehen, also nicht ausgesteuert sind. Wer über das ordentliche Pensionierungsalter hinaus erwerbstätig bleibt, darf weiterhin in die Säule 3a einzahlen – Männer längstens bis 70, Frauen bis 69. Nichterwerbstätigen steht die dritte Säule nicht offen.

Der Bund passt in der Regel alle zwei Jahre die Höchstbeträge an, die man dann vom steuerbaren Einkommen abziehen kann. Als massgebendes Einkommen gilt bei Angestellten der Bruttolohn nach Abzug der AHV/IV/EO/ALVBeiträge. Selbstständige ziehen hierfür vom Saldo ihrer Gewinn- und Verlustrechnung die AHV/IV/ EO-Beiträge und steuerliche Berichtigungen ab. Einzahlungen in die Säule 3a sind auch im Jahr der Pensionierung erlaubt. Die Einzahlung muss allerdings noch als Erwerbstätiger erfolgen, also vor dem Datum der Pensionierung. 

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